Das in Optionen investierte Kapital übersteigt zum ersten Mal seit 2023 das in Futures investierte Kapital, was auf eine klare Präferenz der Spekulanten hindeutet: Die Struktur der Bitcoin-Derivatemärkte hat sich verändert.
Rot für die Feiertage!
Während sich der BTC-Kurs zwischen 85.000 und 95.000 US-Dollar konsolidiert, steigt die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen technischen Erholung. Je mehr Wochen vergehen, desto mehr verankert sich der Markt in einem Kontext des Endes des Bullenmarktes. Die Nachfrage auf den Spotmärkten bleibt begrenzt, und die Liquidität der Derivatemärkte stammt überwiegend aus Optionen, was für eine ernsthafte Erholung nicht ausreicht.
Nun, da das Jahr 2025 zu Ende geht, scheint es wichtig, auf eine interessante Dynamik zurückzukommen, die in den letzten Monaten unbemerkt geblieben ist: Die Struktur der Derivatemärkte hat sich in den letzten Monaten tiefgreifend verändert. Wir ziehen Bilanz.

Diversifizierte Spekulation
Die Akteure auf den Derivatemärkten verfügen über zahlreiche Instrumente, um zu spekulieren und gleichzeitig ihr Risiko zu steuern. In der Vergangenheit waren Terminkontrakte sehr beliebt, insbesondere dank der Dienste von Giganten wie Bybit, Binance und der inzwischen aufgelösten FTX.
Diese Kontrakte ziehen große Kapitalvolumina an und erreichten im Dezember 2024 offene Positionen in Höhe von fast 480.000 BTC. Diese Zahl ist jedoch im Jahr 2025 rückläufig und liegt derzeit bei fast 350.000 BTC.
Dieser Rückgang lässt sich zwar teilweise durch größere Liquidationen in den letzten Monaten erklären, aber es ist auch möglich, dass sich die Nachfrage nach dieser Art von Instrumenten anderweitig verlagert.
Anmerkung: Diese Daten berücksichtigen nicht das offene Interesse an Terminkontrakten der Chicago Mercantile Exchange (CME), das auf fast 125.000 BTC geschätzt wird.

Perpetual Contracts haben im Gegensatz zu Futures-Kontrakten kein Ablaufdatum. Sie sind ebenfalls ein beliebtes Instrument für Spekulanten und verzeichnen seit Ende 2022 ein offenes Interesse von 300.000 bis 400.000 BTC.
Diese über mehrere Jahre hinweg bestehende Stabilität lässt darauf schließen, dass unbefristete Kontrakte trotz eines deutlichen Rückgangs im Jahr 2025, ähnlich wie bei Futures, ein bevorzugtes Instrument für Anleger bleiben.

Auf der anderen Seite verzeichnen Optionen in den Jahren 2024 und 2025 ein kontinuierliches Wachstum des Volumens offener Positionen, sodass sie gemessen am investierten Kapital zum dominierenden Segment der Bitcoin-Derivatemärkte werden.
Da Optionen von institutionellen Anlegern im traditionellen Finanzwesen häufig für ihr Risikomanagement genutzt werden, deutet diese Entwicklung auf den Eintritt neuer Akteure in die Derivatemärkte hin.
Während Privatanleger häufiger einfache Futures- und Perpetual-Kontrakte nutzen, sichern sich institutionelle Anleger mit ausgefeilteren Strategien als einfachen Positionen in Futures-Kontrakten ab.
Anmerkung: Eine Option ist ein Finanzkontrakt, der seinem Inhaber das Recht, aber nicht die Verpflichtung gibt, einen bestimmten Vermögenswert zu einem festgelegten Preis (dem sogenannten Ausübungspreis) zu einem bestimmten Zeitpunkt (dem Verfallsdatum) zu kaufen oder zu verkaufen.

Die Begeisterung für Optionen im Jahr 2025 wird noch deutlicher, wenn man die drei Arten von Kontrakten nebeneinander vergleicht, wobei ein klarer Aufwärtstrend im Gegensatz zu den Rückgängen bei den offenen Positionen von Futures und Perpetuals zu beobachten ist.
Das in Optionen investierte Kapital übersteigt zum ersten Mal seit 2023 das in Futures (einschließlich CME) investierte Kapital und liegt bei fast 650.000 BTC, was auf eine klare Präferenz bestimmter Händler für diese Art von Finanzinstrument hindeutet.

Erhebliche Volumina
Die Derivatemärkte bewegen beeindruckende Kapitalvolumina. Trotz des Rückgangs der Aktivitäten bei Futures- und Perpetual-Kontrakten werden sie auf fast 400.000 BTC pro Tag geschätzt, gegenüber einigen Zehntausend bei Optionen.
Der Kontrast zum Gesamtvolumen der Spotbörsen (etwa 100.000 BTC) ist erheblich, was bedeutet, dass es heute mehr „Papier-Bitcoins” – also Finanzpositionen – gibt als tatsächlich an den Spotbörsen gehaltene Bitcoins.
Dieses Phänomen kann als Zeichen für die Reifung des BTC-Marktes interpretiert werden, der sich für neue Kapitalströme und neue Anlagemethoden öffnet, die über die Grenzen seines Spotmarktes hinausgehen.

Interessanterweise war der Aufschwung der Derivatemärkte bereits Anfang 2023 zu spüren, als das Gesamtvolumen der Derivatekontrakte das tägliche Gesamtvolumen der Spotbörsen um etwa 500.000 BTC pro Tag überstieg.
Seitdem dominieren die von den Derivatemärkten bewegten Volumina bei weitem und schaffen eine Masse an „Papier-Bitcoins”, die den Spotkurs von BTC beeinflussen können.
In Zukunft werden wir uns eingehender mit der Analyse der Signale befassen, die die Derivatemärkte liefern, insbesondere im Hinblick auf die Optionsmärkte, die wichtige Informationen über das Verhalten institutioneller Anleger enthalten.

Zusammenfassung dieser On-Chain-Analyse zu Bitcoin (BTC)
Im Jahr 2025 erreicht das Interesse an Optionen ein noch nie dagewesenes Niveau, mit einem deutlichen Aufwärtstrend beim Open Interest, der im Gegensatz zu den Rückgängen beim Open Interest bei Futures und Perpetuals steht.
Das in Optionen investierte Kapital übersteigt zum ersten Mal seit 2023 das in Futures (einschließlich CME) investierte Kapital und liegt bei fast 650.000 BTC, was auf eine klare Präferenz bestimmter Marktteilnehmer für diese Art von Finanzinstrument hindeutet.
Da Optionen bekanntermaßen in vielen Risikomanagementstrategien traditioneller Finanzinstitute eingesetzt werden, deutet dies darauf hin, dass sich eine neue Gruppe von Teilnehmern auf den Derivatemärkten mit Strategien engagiert, die ausgefeilter sind als einfache Positionen in Futures-Kontrakten.