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On-Chain-Einnahmen übersteigen 2025 20 Milliarden Dollar – Warum ist das wichtig?

by Michael

Zu den zahlreichen Indikatoren, die zur Messung der Aktivitäten im Kryptowährungssektor herangezogen werden, gehören die On-Chain-Einnahmen, die durch Blockchains oder Protokolle generiert werden. Dieser Betrag wird in diesem Jahr 20 Milliarden Dollar übersteigen, vor dem Hintergrund einer Reife, die weitgehend auf dezentrale Anwendungen ausgerichtet ist.

On-Chain-Einnahmen: über 20 Milliarden Dollar in diesem Jahr

Erleben wir gerade einen historischen Wandel des Kryptowährungs-Ökosystems hin zu einem reiferen und weniger volatilen Wirtschaftsmodell? Diese Frage scheint sich angesichts des massiven Einstiegs der traditionellen Finanzwelt in diese sich ständig weiterentwickelnde digitale Gleichung zu stellen.

Diese Feststellung basiert auf dem jüngsten Bericht der Krypto-Investmentgesellschaft 1kx, die sich auf das Wachstum von Ökosystemen spezialisiert hat und als wichtigste Maßeinheit die On-Chain-Einnahmen – von den Nutzern für Blockchain-Protokolle gezahlte Gebühren – der verschiedenen Krypto-Akteure heranzieht.

Erster wichtiger Punkt: Dieser Betrag sollte in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Geschichte des Sektors 20 Milliarden Dollar übersteigen, mit einem historischen Höchststand von 9,7 Milliarden Dollar (+41 % gegenüber dem Vorjahr) im ersten Halbjahr, was ihn zum höchsten jemals verzeichneten Wert macht.

On-Chain-Einnahmen pro Jahr

Seit 2020 haben sich die On-Chain-Einnahmen verzehnfacht, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 60 %. Gleichzeitig hat sich ein bemerkenswerter Wandel vollzogen: Die 2021 noch dominierenden Blockchains (56 % des Gesamtvolumens) sind inzwischen den Finanzanwendungen der DeFi gewichen, die nun mehr als 65 % des Gesamtvolumens von 2025 ausmachen.

On-Chain-Gebühren machen zwar noch immer nur einen geringen Teil der Einnahmen der Branche aus, sind jedoch ein klares Zeichen für die Akzeptanz und die langfristige Wertschöpfung: Seit Jahresbeginn weisen fast 400 Protokolle einen wiederkehrenden Jahresumsatz (ARR) von über einer Million Dollar auf, und 20 davon haben einen Wert von über 10 Millionen Dollar an ihre Token-Inhaber übertragen.

1kx

DeFi dominiert mit großem Abstand

Der Bericht von 1kx zeigt einen laufenden Wandel des Krypto-Ökosystems, das sich von einer Phase der „Spekulationswelle”, die durch sehr hohe, aber wenig nachhaltige Gebühren gekennzeichnet war, zu einer Phase der „Reife” entwickelt, die durch eine effizientere Infrastruktur und dezentrale Anwendungen (dApps) gestützt wird, die zum wichtigsten Umsatztreiber geworden sind.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres verteilten sich die On-Chain-Einnahmen auf folgende Sektoren:

  • 63 % in DeFi: DEX- und Perps-Handelsgebühren;
  • 22 % in Layer-1-Blockchains: Transaktionsgebühren und MEV-Erfassung;
  • 8 % für Krypto-Wallets: Swap-Gebühren;
  • 6 % für Verbraucher: 80 % Launchpads (Pump.fun: 60 %), 8 % Casinos und 4 % Entwickler und Social;
  • 1 % für DePIN: größtes Wachstum von 400 % pro Jahr;
  • 1 % für Middleware: Bridges, Entwicklungstools.

On-Chain-Einnahmen nach Sektoren

Laut dem Bericht von 1kx hat der aktuelle Boom der Stablecoins aktiv zum Umsatzanstieg im ersten Halbjahr dieses Jahres beigetragen. Dieser Anstieg ist auch mit der starken Entwicklung von Sektoren wie Perpetual DEX, Tokenisierung und der beschleunigten Entwicklung einer KI-gestützten dezentralen Finanzwirtschaft (DeFAI) verbunden.

Vor diesem Hintergrund dürften die On-Chain-Einnahmen weiter steigen und bis 2026 32 Milliarden Dollar erreichen. Diese Dynamik wird nun durch effektive Anwendungsfälle und eine weitgehend auf dezentrale DeFi-Anwendungen ausgerichtete Aktivität getragen, wobei die Beteiligung institutioneller Akteure eine Steigerung der Wertverteilung an die Token-Inhaber ermöglichen dürfte.

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