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Hat Bitcoin seinen zyklischen Höchststand bereits erreicht? Die Analyse von Vincent Ganne

by Michael

Seit dem Rückgang des Bitcoin-Kurses um fast 30 % seit Anfang Oktober stellt sich für Anleger eine einfache Frage: Befinden wir uns am Ende des Aufwärtszyklus nach dem Halving oder handelt es sich lediglich um eine Zwischenkorrektur vor einem neuen Höchststand? Hier ist die technische Analyse von Vincent Ganne zum BTC.

Zwischen zyklischer Bestätigung und widersprüchlichen Signalen der globalen Liquidität

Seit dem Kursrückgang von fast 30 % seit Anfang Oktober stellt sich für Anleger eine einfache Frage: Befinden wir uns am Ende des Aufwärtszyklus nach dem Halving oder handelt es sich lediglich um eine Zwischenkorrektur vor einem neuen Höchststand?

Zwei wichtige Analyseinstrumente kommen jedoch zu gegensätzlichen Schlussfolgerungen: Einerseits deutet die Tabelle der Zeitzyklen eindeutig darauf hin, dass der zyklische Höchststand erreicht wurde. Andererseits hat die jährliche Wachstumsrate der globalen Liquidität (M2 YoY) gerade einen neuen Höchststand erreicht, und historisch gesehen hat Bitcoin in den zwei Monaten nach diesem Signal systematisch ein neues Hoch erreicht.

Die erste Grafik, eine Synchronisationstabelle der Zyklen, die auf der Grundlage der drei vorangegangenen Halvings erstellt wurde, zeigt, dass die durchschnittliche Zeitspanne zwischen einem Halving und dem Höhepunkt des nächsten Zyklus zwischen 366 und 546 Tagen schwankt.

Im aktuellen Zyklus liegt das geschätzte Ende des Zyklus jedoch um den 6. Oktober 2025, also 534 Tage nach dem Halving… was genau dem Bereich entspricht, in dem Bitcoin seinen jüngsten Höchststand erreicht hat, bevor es zu einem starken Rückgang kam.

Die Übereinstimmung ist auffällig:

  • Der Zyklus 2024–2025 stimmt fast perfekt mit den vergangenen Zeiträumen überein.
  • Die Messungen „seit dem vorherigen Höchststand” und „seit Beginn des Zyklus” liegen ebenfalls innerhalb der historischen Bandbreiten;

Diese Interpretation kommt daher eindeutig zu dem Schluss, dass der Höhepunkt des Zyklus Anfang Oktober erreicht worden wäre und dass der aktuelle Rückgang im Einklang mit dem Eintritt in einen strukturellen Bärenmarkt steht.

Das wichtigste Gegenargument: die Dynamik der globalen Liquidität M2

Eine makroökonomische Analyse der Liquidität widerspricht jedoch der vorstehenden Schlussfolgerung. Die zweite Grafik von Coinglass zeigt, dass die jährliche Wachstumsrate der globalen M2 gerade einen neuen Höchststand erreicht hat und damit die bisherigen Höchststände seit dem Tiefpunkt im Jahr 2022 übertrifft.

Bei jedem bisherigen Auftreten war der Mechanismus identisch:

  • ein neuer Höchststand von M2 im Jahresvergleich,
  • gefolgt von einem neuen Höchststand von Bitcoin ein bis zwei Monate später.

Diese Korrelation wurde nie widerlegt. Und vor allem:

  • Bitcoin hat seit diesem neuen M2-Rekord noch keinen neuen Höchststand erreicht,
  • das Wachstum der Liquidität ist einer der grundlegenden Treiber für den BTC-Preis

Dieses Signal spricht also für eine Rückkehr des Aufwärtstrends, auch wenn der Markt um 30 % gefallen ist, und deutet darauf hin, dass der Höchststand im Oktober nicht der endgültige Höchststand war, sondern möglicherweise eine Zwischenetappe vor einer Erholung des Aufwärtstrends zum Jahresende.

Fazit: Ein Höchststand … vielleicht, aber nicht unbedingt

Das zyklische Bild und die Struktur des Kryptomarktes sprechen dafür, dass tatsächlich ein Höchststand erreicht wurde. Die Dynamik der globalen M2-Liquidität deutet jedoch auf das Gegenteil hin.

Mit anderen Worten:

  • zyklisch: ja, der Höchststand passt perfekt;
  • makrofinanziell: nein, ein neuer Höchststand bleibt in den nächsten zwei Monaten wahrscheinlich.

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