Innerhalb eines Jahres hat Bitcoin gegenüber Gold 50 % seines Wertes verloren, wodurch das BTC/Gold-Verhältnis wieder auf das Niveau von Ende 2023 zurückgefallen ist. Dieser drastische Rückgang spiegelt nicht einen Einbruch von Bitcoin wider, sondern einen Anstieg des Goldpreises im Jahr 2025, der von den Zentralbanken und ETFs unterstützt wird.
Gold übertrifft Bitcoin im Jahr 2025 und macht zwei Jahre digitaler Dominanz zunichte
Nachdem der Bitcoin-Kurs im Dezember 2024 gegenüber Gold einen historischen Höchststand erreicht hatte, schmolz sein Vorsprung dahin.
Innerhalb eines Jahres ist das BTC/Gold-Verhältnis von 40,77 am 17. Dezember 2024 auf heute 19,87 Unzen Gold pro Bitcoin gesunken, wodurch der Anstieg zunichte gemacht wurde und das Niveau von Dezember 2023 wieder erreicht wurde, was einem Rückgang von 50 % entspricht.
Dieser Rückgang spiegelt nicht einen Einbruch des BTC-Preises in Dollar wider, der weiterhin über seinem Höchststand von 2021 liegt, sondern eine Outperformance von Gold im Jahr 2025.

Während sich Bitcoin konsolidierte, stieg Gold im Laufe dieses Jahres um mehr als 65 % und überschritt 4.300 Dollar pro Unze, getragen von der Kaufnachfrage der Zentralbanken und Gold-ETFs in einem globalen Klima, das von Unsicherheit und geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus geprägt war.
Was Bitcoin betrifft, so war der im September 2025 erreichte Höchststand in Wirklichkeit eine „Bull Trap”, d. h. eine Hausse-Falle, bei der Verkäufer den FOMO-Effekt ausnutzen, um Gewinne mitzunehmen. Dieses Phänomen lässt sich anhand der Volumina der Bitcoin-Spot-ETFs erkennen, deren verwaltetes Vermögen seit dem Höchststand von BTC bei 126.000 Dollar von 164 auf 115 Milliarden Dollar gefallen ist.
Diese Umkehrung des BTC/Gold-Verhältnisses zeigt, dass Gold im Jahr 2025 seine Rolle als sicherer Hafen voll und ganz erfüllt hat, während Bitcoin noch Schwierigkeiten hat, sich in die Kategorie der Werte einzureihen, die Schutz vor der Volatilität der risikoreichen Märkte bieten.
Im Jahr 2025 waren die Zentralbanken weltweit die wichtigsten Goldkäufer. In den ersten zehn Monaten des Jahres beliefen sich ihre Nettokäufe auf über 254 Tonnen, was ihre Strategie der langfristigen Umschichtung der Reserven zugunsten des gelben Metalls bestätigt, das nach wie vor als der sichere Hafen schlechthin gilt.
Die polnische Nationalbank führte die Rangliste an und stockte ihre offiziellen Reserven um 83 Tonnen auf. Diese Maßnahmen verdeutlichen eine klare strategische Absicht: die Widerstandsfähigkeit des Währungssystems angesichts der zunehmenden geopolitischen Instabilität zu stärken, insbesondere in einem Umfeld, das den Euro und andere europäische Währungen schwächen könnte.
Gleichzeitig verzeichneten goldgedeckte Indexfonds (ETFs) erhebliche Zuflüsse. Im Jahr 2025 zogen diese Fonds Nettozuflüsse in Höhe von 77 Milliarden Dollar an, wodurch ihre Gesamtreserven einen historischen Höchststand von 3.932 Tonnen Gold erreichten.
Zum Vergleich: Auch Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten eine hohe Aktivität. Trotz einer Konsolidierungsphase des BTC-Preises in der zweiten Jahreshälfte flossen mehr als 23 Milliarden Dollar an Nettomitteln in diese Fonds, wodurch der Wert der verwalteten Bitcoins von 35,2 auf 52 Milliarden Dollar stieg, was einem Anstieg von 47 % im Jahresverlauf entspricht.