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Bitcoin: Ist ein Dead Cat Bounce zum Jahresende möglich? Die Analyse von Vincent Ganne

by Thomas

Mehrere technische und makrofinanzielle Signale deuten derzeit auf ein plausibles Szenario eines taktischen Aufschwungs zum Jahresende für Bitcoin hin, ohne jedoch eine strukturelle Trendwende zu bestätigen. Entdecken Sie die technische Analyse von Vincent Ganne.

Technische und fundamentale Signale für einen Dead Cat Bounce

Mehrere technische und makrofinanzielle Signale deuten derzeit auf ein plausibles Szenario einer taktischen Erholung des Bitcoin-Kurses zum Jahresende hin, ohne jedoch eine strukturelle Trendwende zu bestätigen. Dieses Szenario ähnelt eher einem Dead Cat Bounce, d. h. einer vorübergehenden Erholung innerhalb einer fragileren Dynamik, die der berühmte „zyklische Bärenmarkt” sein kann.

Das erste Element stammt aus der technischen Analyse anhand des DSS Bressert in wöchentlichen Einheiten. In der Vergangenheit hat dieser zyklische Oszillator eine gute Fähigkeit gezeigt, sowohl Aufwärts- als auch Abwärtsphasen zu identifizieren. Derzeit bewegt sich der DSS in einem Bereich tiefer Überverkauftheit, auf einem Niveau, das mit dem früherer Zwischenhochs vergleichbar ist.

In der Vergangenheit ging eine solche Konstellation oft mit erheblichen, manchmal heftigen, aber selten dauerhaften technischen Erholungen einher, wenn das makroökonomische und strukturelle Umfeld weiterhin schlecht war. Mit anderen Worten: Das Signal deutet auf eine technische Erholung hin, ohne jedoch eine Wiederaufnahme des grundlegenden Aufwärtstrends zu garantieren, solange der Bärenmarkt noch nicht zu Ende ist.

Der zweite Faktor betrifft die globale Liquidität in Dollar, genauer gesagt die Netto-Liquidität in den USA. Die Kombination aus einer sogenannten „technischen” QE der Fed, die zur Verwaltung der Reserven dient, und einem TGA (Treasury General Account) in der Abwindphase könnte diese Liquidität vorübergehend stützen.

Selbst ohne klassische QE ist das Aufhören der marginalen Verschlechterung der Liquidität oft ein ausreichender Katalysator, um Vermögenswerte mit hohem Beta wie Bitcoin zu begünstigen. Historisch gesehen reagiert Bitcoin weniger auf das absolute Liquiditätsniveau als auf dessen Richtungswechsel. Ein Übergang von einer negativen zu einer neutralen oder sogar leicht positiven Dynamik kann daher ausreichen, um eine Erholung des Bitcoin-Kurses auszulösen.

Wie könnte eine Erholung aussehen, wenn sich der Markt wie beim letzten Bärenmarkt (im Jahr 2022) entwickelt?

Ein dritter Analyseansatz basiert schließlich auf einer fraktalen und verhaltensbezogenen Interpretation, bei der die aktuelle Struktur mit der des vorherigen Bärenmarktes verglichen wird. Mehrfach hat Bitcoin nach einer Phase tiefer Korrekturen deutliche Erholungen erlebt, bevor es wieder einen eher rückläufigen oder seitwärts gerichteten Kurs einschlug.

Die nachstehende Grafik zeigt eine Hypothese zur Preisentwicklung für die kommenden Wochen, indem sie die Struktur des Dead Cat Bounce des Bärenmarktes von 2022 auf unsere aktuelle Preisentwicklung überträgt. Bitte beachten Sie, dass die Möglichkeit besteht, dass der Bitcoin-Kurs zunächst die Zone von 70/80.000 $ testet, bevor er in eine Dead-Cat-Bounce-Phase eintritt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Konvergenz des DSS-Bressert-Signals, eine leichte Verbesserung der US-Liquidität und ein sich wiederholendes Muster vergangener Zyklen die Hypothese einer technischen Erholung des Bitcoin zum Jahresende stützen.

Dieses Szenario bleibt jedoch fragil, da es von technischen Faktoren und Strömen abhängt, und darf nicht mit dem Beginn eines neuen nachhaltigen Aufwärtszyklus verwechselt werden.

Vorsicht ist daher weiterhin geboten: Ein Dead Cat Bounce ist naturgemäß verlockend, aber selten von Dauer und tritt ein, wenn niemand mehr damit rechnet.

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