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Die Kriminalität im Zusammenhang mit Kryptowährungen explodiert im Jahr 2025 mit einer Zunahme der Aktivitäten von Nationalstaaten

by Christian

Laut dem aktuellen Bericht von Chainalysis hat die Kriminalität im Zusammenhang mit Kryptowährungen im Jahr 2025 mit einem geschätzten Transaktionsvolumen von mindestens 154 Milliarden Dollar einen neuen Höchststand erreicht. Könnte dies mit der deutlich gestiegenen Aktivität der Nationalstaaten im Krypto-Ökosystem zusammenhängen? Wir ziehen Bilanz…

Ein Anstieg von 700 % der Gelder, die von sanktionierten Einrichtungen erhalten wurden

Seit vielen Jahren sorgt die Einschätzung der Auswirkungen und der Bedeutung der Kryptowährungskriminalität für hitzige Debatten zwischen karikaturhaften Fantasien und der Realität der Tatsachen. Aus diesem Grund ist der Jahresbericht von Chainalysis jedes Mal ein Mittel, um mit überprüften Daten und Beträgen die Dinge richtigzustellen.

Eine für das Jahr 2025 durchgeführte Untersuchung beginnt mit einer recht beunruhigenden Feststellung, da in diesem Zeitraum offenbar „ein deutlicher Anstieg der Aktivitäten von Nationalstaaten im Krypto-Ökosystem zu beobachten war, was eine neue Etappe in der Entwicklung illegaler On-Chain-Transaktionen markiert”.

Daher scheint sich die Bilanz für 2025 ganz klar von der relativen Stabilität der Vorjahre abzuheben, sodass es zu einem „Rekordjahr für Kryptokriminalität” in allen Bereichen geworden ist. Dies gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass die Zahlen von Chainalysis eine niedrige Schätzung darstellen.

Betrag der illegalen Transaktionen in Kryptowährungen

Nach unseren Daten gingen im Jahr 2025 mindestens 154 Milliarden Dollar an illegale Kryptowährungsadressen, was einem Anstieg von 162 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, der hauptsächlich auf einen dramatischen Anstieg der Gelder um 694 % zurückzuführen ist, die von sanktionierten Einrichtungen erhalten wurden.

Chainalysis

Kryptokriminalität tritt in die Ära der Nationalstaaten ein

Gleichzeitig weisen die Experten von Chainalysis auf einen deutlichen Anstieg illegaler Aktivitäten durch Nationalstaaten hin, die sich sowohl auf diese „hochprofessionellen” Dienstleister stützen als auch „ihre eigenen maßgeschneiderten Infrastrukturen entwickeln, um Sanktionen in großem Umfang zu umgehen”.

Zu den wichtigsten Beispielen gehört beispielsweise die Einführung des rubelgestützten Tokens A7A5, der im Februar von Russland zur Umgehung internationaler Sanktionen eingeführt wurde und bereits Transaktionen im Wert von über 93,3 Milliarden Dollar verzeichnet hat. Aber auch das beispiellose Aufkommen chinesischer Geldwäschenetzwerke (CMLN) oder das Angebot illegaler „Full-Stack“-Infrastrukturen für Cyberkriminelle.

Kryptokriminalität tritt in die Ära der Nationalstaaten ein

Da sich Nationalstaaten in illegale Krypto-Lieferketten integrieren, die ursprünglich für Cyberkriminelle und organisierte Verbrecherbanden konzipiert waren, stehen Behörden sowie Compliance- und Sicherheitsteams nun vor erheblich größeren Herausforderungen, sowohl im Hinblick auf den Verbraucherschutz als auch auf die nationale Sicherheit.

Chainalysis

Es ist schwer, keinen Zusammenhang zu den 2,02 Milliarden Dollar an Kryptowährungen herzustellen, die nordkoreanische Hacker im vergangenen Jahr gestohlen haben, wobei die Gesamtbilanz nun auf 6,75 Milliarden Dollar geschätzt wird. Ein Anstieg von mehr als 50 % innerhalb eines Jahres, trotz einer rückläufigen Anzahl von Angriffen, was ganz klar die oben erwähnte Professionalisierung widerspiegelt.

Stablecoins weit verbreitet und körperliche Übergriffe auf dem Vormarsch

Schließlich bleiben Stablecoins mit einem Anteil von 84 % am Gesamtvolumen der von Chainalysis aufgedeckten illegalen Transaktionen die von Krypto-Kriminellen am meisten bevorzugten Token.

Die Gründe dafür sind dieselben, die derzeit ihre Akzeptanz als weltweite Währung beschleunigen: „einfache grenzüberschreitende Überweisungen, geringere Volatilität und breite Verwendbarkeit”.

Stablecoins sind bei Kryptokriminellen sehr beliebt

Gleichzeitig dürfen diese groß angelegten virtuellen Transaktionen nicht über eine andere, viel beunruhigendere und realere Realität hinwegtäuschen, die als „zunehmende Überschneidung zwischen Kryptowährungen und Gewaltkriminalität” dargestellt wird.

Tatsächlich sprechen die Experten von Chainalysis auch den eher (un)menschlichen Aspekt der Kryptokriminalität an, deren aktuelle Auswüchse Menschenhandelsnetzwerke betreffen, die sich Kryptowährungen zuwenden, sondern auch „einen besonders beunruhigenden Anstieg von Angriffen mit körperlicher Gewalt” in Form von Entführungen oder Freiheitsberaubungen, um die Opfer zur Übertragung ihrer Krypto-Vermögenswerte zu zwingen.

Diese illegalen Volumina bleiben jedoch weit hinter denen der gesamten Krypto-Wirtschaft zurück, die zum größten Teil aus legitimen Transaktionen besteht. Unsere Schätzung des illegalen Anteils am gesamten Volumen der zugeordneten Krypto-Transaktionen ist gegenüber 2024 leicht gestiegen, liegt aber weiterhin unter 1 %.

Chainalysis

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