Home » HIP-3: Die Revolution der dezentralisierten Perpetual Markets auf Hyperliquid

HIP-3: Die Revolution der dezentralisierten Perpetual Markets auf Hyperliquid

by Michael

Seit Anfang des Jahres angekündigt, sorgt HIP-3 seit seiner Einführung am 13. Oktober 2025 für Aufsehen im Hyperliquid-Ökosystem. Dieses Update gilt als der größte Fortschritt im vierten Quartal. Es beseitigt die zentralisierte vertrauenswürdige dritte Partei und ermöglicht es jedem, gegen 500.000 gestakte HYPE einen eigenen Markt für unbefristete Kontrakte zu schaffen. Eine Revolution, die Innovation, Gemeinschaft und neue Möglichkeiten für Entwickler vereint.

Die Zentralisierung als Kern des Problems

Vor HIP-3 hing die Schaffung neuer Märkte auf Hyperliquid von Validatoren oder zentralisierten Teams ab, die allein darüber entschieden, welche Vermögenswerte gelistet werden konnten. Jeder Markt musste manuell genehmigt werden, was den Prozess langsam und undurchsichtig machte.

Dieses Modell warf mehrere Probleme auf:

  • Es widersprach dem dezentralen Geist der Blockchain.
  • es stellte eine Eintrittsbarriere dar;
  • es schränkte die Entwicklung innovativer Produkte wie personalisierter Indizes oder „exotischer” Märkte ein.

Angesichts dieser Einschränkungen haben die Community und das Team von Hyperliquid HIP-3 entwickelt: ein vollständig offenes und dezentrales System zur Schaffung von Märkten für unbefristete Kontrakte.

Was ist HIP-3?

Das Herzstück von HIP-3 basiert auf einem Modell aus Staking und dezentralen Auktionen. Jetzt kann jeder (DAO, Privatperson oder Institution) ohne vorherige Genehmigung einen Marktplatz einrichten, indem er HYPE-Token setzt.

Das Protokoll verwendet alle 31 Stunden ein Dutch-Auction-System (holländische Auktion) über HyperCore, das die Berechtigungen zur Einrichtung vergibt und gleichzeitig Spam verhindert. Jeder Betreiber muss fast 500.000 HYPE (etwa 20 Millionen Dollar) als Sicherheit staken, die einem Slashing-Mechanismus unterliegt.

Slashing

Es handelt sich um eine Form der finanziellen Sanktion: Wenn ein Betreiber böswillig handelt (Manipulation des Orakel, Gefährdung des Marktes), kann sein Einsatz durch eine Abstimmung der Validatoren ganz oder teilweise konfisziert werden. Dieses System schafft eine Vertrauenssicherung, die die Interessen der Marktmacher mit denen der Nutzer verbindet.

HIP-3 verwandelt Hyperliquid in ein echtes einheitliches Ökosystem, in dem alle Märkte denselben Motor nutzen: HyperCore. Dieser verwaltet das Orderbuch, das Matching, den Konsens und die Liquidität. Wenn Hyperliquid das Haus ist, dann ist HyperCore das Fundament.

Diese Architektur macht alle Märkte interoperabel: Sie teilen sich dieselbe Liquidität, dieselben APIs und ermöglichen eine reibungslose Kommunikation zwischen den Produkten. Hyperliquid wird zu einer „Everything Exchange”, die Kryptowährungen, Aktien, Indizes, Rohstoffe oder sogar Prognosemärkte hosten kann.

Quelle: Hyperliquid Daily

Ventual: Die traditionelle Finanzwelt hält Einzug in HIP-3

Einige Projekte wollen diese neue Freiheit nutzen. Dazu gehört Ventual, eine auf HIP-3 basierende DEX. Sie ermöglicht Spekulationen auf die Bewertung privater Start-ups wie OpenAI oder SpaceX, Märkte, die bisher für DeFi unzugänglich waren.

Dank HIP-3 hat Ventual völlige Freiheit bei der Gestaltung seines eigenen Produkts: Sicherheiten, Gebühren, Margen, gelistete Vermögenswerte, Oracles oder sogar die Verwaltung von Liquidationen. Alles ist individuell anpassbar.

Jede mit HIP-3 erstellte Sub-DEX funktioniert somit wie eine unabhängige Börse mit eigenem Orderbuch, eigener Liquidität und eigenen wirtschaftlichen Anreizen. Ein echtes Toolkit für Entwickler.

Vor HIP-3 wäre ein solches Modell unmöglich gewesen. Traditionelle DeFi-Plattformen basieren auf Orakeln, die auf klassische Daten (Kryptowährungen, Indizes, Rohstoffe) beschränkt sind. Daher war es unmöglich, atypischere Vermögenswerte wie die Bewertungen privater Startups zu integrieren.

Ventual kann dies nun tun und sogar seine Liquidationsmechanismen an die Beschaffenheit dieser illiquiden Vermögenswerte anpassen. Eine Innovation, die den Weg für eine neue Generation von Finanzprodukten auf Blockchain ebnet, die traditionelle Finanzen und DeFi miteinander verbinden.

Für die mutigsten Nutzer könnte derzeit eine Airdrop-Phase auf dem Testnetz laufen: https://testnet.ventuals.com/trade

Testnetz

Ein Testnet ist eine Testversion einer Blockchain, in der Nutzer die Funktionen eines Protokolls testen können, ohne echte Gelder zu riskieren.

Die Ranglisten sind auf der Registerkarte „Leaderboard” einsehbar, und die Regeln sind einfach: so viel Volumen wie möglich, so regelmäßig wie möglich, und dabei Gewinne erzielen (positives PnL). Es wurde noch kein offizielles Datum bekannt gegeben, aber der Wettbewerb ist bereits in vollem Gange. Es ist auch möglich, Stablecoins (USDT, USDC) im Ventuals-Tresor auf Hyperbeat zu hinterlegen, um Punkte zu sammeln.

Die Grenzen und Kontroversen von HIP-3

Trotz seiner Ambitionen stößt HIP-3 auf einige Kritik. Mit einer Eintrittsgebühr von 500.000 HYPE können nur Akteure mit großem Kapital wie Framework Ventures, Ethena oder HyenaTrade teilnehmen. Dies schafft eine neue Art der Zentralisierung, diesmal wirtschaftlicher Natur, zum Nachteil kleiner Innovatoren.

Die Entwickler müssen die gesamte technische Konfiguration selbst verwalten: Oracles, Sicherheiten, Margen, Sicherheit… Ein Fehler kann zu Verlusten für die Validatoren oder zu ungerechtfertigten Kürzungen führen. Hyperliquid hat übrigens zugegeben, dass es in diesem Punkt auf Schwierigkeiten gestoßen ist.

Schließlich wird die Zentralisierung nicht vollständig abgeschafft, sondern nur in ihrer Form verändert: von einer politischen Steuerung zu einer wirtschaftlichen Kontrolle, bei der die Reichsten das Ökosystem dominieren können, unabhängig von der Relevanz oder Qualität der Märkte.

Related Posts

Leave a Comment