Das Repräsentantenhaus prüft im Rahmen der „Crypto Week“ drei wichtige Gesetze zu Kryptowährungen. Trotz der erklärten Unterstützung durch Donald Trump erschwert eine interne Opposition innerhalb der Republikaner die Abstimmung, insbesondere über den GENIUS Act, dem vorgeworfen wird, den Weg für eine verschleierte CBDC zu ebnen.
Die Republikaner verhindern den von Donald Trump verteidigten Gesetzentwurf
Diese Woche findet in Washington die „Crypto Week” statt, eine Woche, in der drei wichtige Gesetze für den Kryptowährungssektor geprüft werden: den GENIUS Act zur Regulierung von Stablecoins, den Clarity Act zur Neuverteilung der Zuständigkeiten zwischen der SEC und der CFTC und den Anti-CBDC Surveillance State Act, der jegliche Möglichkeit einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) verbieten soll.
Diese von Trump unterstützten Gesetze setzen das Repräsentantenhaus unter Druck: Die Opposition prangert eine Begünstigung der Kryptoindustrie und potenzielle Interessenkonflikte des Präsidenten an, während sogar innerhalb der republikanischen Partei kritische Stimmen laut werden.
Die Geschichte beginnt im April 2024, als zwei Senatorinnen eine erste Fassung des GENIUS Act vorlegen. Mit der Rückkehr Trumps ins Weiße Haus gewinnt das Projekt an Fahrt und könnte diese Woche mit der Verabschiedung der Gesetze durch das Repräsentantenhaus abgeschlossen werden.
Obwohl die Mehrheit der Präsidenten für die Verabschiedung der drei Gesetze ausreichte, lehnte das Repräsentantenhaus das Verfahren schließlich mit 223 gegen 196 Stimmen ab.
Der Grund: 13 Republikaner bildeten eine Blockade und forderten die ausdrückliche Aufnahme eines Zusatzes zum GENIUS Act, der CBDCs verbietet.
In der Nacht gab Trump auf Truth Social bekannt, dass sich die Situation noch heute auflösen werde. Er behauptet, sich mit elf der wichtigsten Mitglieder getroffen zu haben, um das Verfahren durchzubringen, die nun alle bereit seien, für den Text zu stimmen.

Ich bin im Oval Office mit 11 der 12 Kongressabgeordneten, die für die Verabschiedung des GENIUS Act erforderlich sind, und sie alle haben sich bereit erklärt, morgen früh für die Regelung zu stimmen.
Nach Trumps Intervention veröffentlichte der Mehrheitsführer Steve Scalise einen neuen Zeitplan für die Abstimmung über die drei Texte. Die Abstimmung ist für Mittwoch um 12:20 Uhr (Washingtoner Zeit), also um 18:20 Uhr in Frankreich, vorgesehen.
Warum ist das Verbot von CBDCs so wichtig?
Obwohl ihre Befürworter argumentieren, dass digitale Zentralbankwährungen (CBDC) die Effizienz von Transaktionen für die Nutzer verbessern sollen, zeigt ihre praktische Umsetzung eine ganz andere Realität.
In China beispielsweise ist bereits eine CBDC eingeführt worden, die als Überwachungsinstrument innerhalb des vom Regime eingerichteten Sozialkreditsystems dient. So werden regelmäßig Zahlungen in digitalem Yuan für Bürger blockiert, deren Sozialrating als zu niedrig eingestuft wurde.
Auch die Europäische Union entwickelt eine eigene digitale Zentralbankwährung, Cash+, deren Einführung unter dem Einfluss von Christine Lagarde beschleunigt wurde, insbesondere als Reaktion auf das von Donald Trump beschlossene Verbot.
Nach dem Vorbild Chinas könnte Europa bis Ende des Jahres eines der demokratisch umstrittensten Instrumente einführen und damit die zentralisierte Macht der Zentralbank und der europäischen Institutionen über ihre Bürger weiter stärken.
Darüber hinaus könnte die aktuelle Fassung des Textes, wie wir bereits in unserem Artikel vom Mai anlässlich der Wiedereinführung des GENIUS Act erläutert haben, den Weg für eine verschleierte CBDC ebnen.
Der GENIUS Act schafft nämlich eine enge Verbindung zwischen der Fed und den Emittenten von Stablecoins, insbesondere denen, die mehr als 10 Milliarden Dollar verwalten. Diese Nähe könnte es der Fed ermöglichen, bestimmte Entscheidungen zu überwachen, Daten zu sammeln oder sogar indirekte Kontrolle auszuüben und so die Funktionen einer CBDC über einen privaten Stablecoin zu reproduzieren.
Wenn also republikanische Abgeordnete den GENIUS Act ablehnen und die ausdrückliche Aufnahme eines CBDC-Verbots fordern, versuchen sie in Wirklichkeit, dieses Verbot zu verschärfen, um künftige Umgehungen oder Neuinterpretationen zu verhindern.
Die Regulierung von Kryptowährungen weltweit sagt viel über politische Trends aus: Während die USA innovativ sind, diese Technologien einführen und ihren Markt für den Wettbewerb öffnen wollen, scheint Europa einen Weg der Überregulierung einzuschlagen, der Innovationen bremst und sich manchmal an den autoritärsten Modellen der Währungsaufsicht orientiert.