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Ethereum bleibt unangefochtener Marktführer im Bereich DeFi

by Christian

Seit ihrer Einführung hat sich die Ethereum-Blockchain als Ort etabliert, an dem die meisten Innovationen getestet und entwickelt werden. Dies gilt insbesondere für den Bereich der dezentralen Finanzdienstleistungen (DeFi), der im Zusammenhang mit dem Boom der Stablecoins möglicherweise einen weiteren Aufschwung erleben wird.

Ethereum: das Rückgrat der DeFi

Seit vielen Jahren hat sich die Ethereum-Blockchain als wichtigste Plattform für zahlreiche Sektoren etabliert, darunter beispielsweise die dezentrale Finanzwirtschaft (DeFi). Tatsächlich repräsentiert sie derzeit einen geschätzten Gesamtwert (TVL) von über 96 Milliarden Dollar, was fast 60 % der 163 Milliarden Dollar entspricht, die auf alle Blockchains verteilt sind.

Eine Vorherrschaft, die in naher Zukunft nicht nachzulassen scheint, wenn man der aktuellen Entwicklung des Stablecoin-Sektors Glauben schenkt. Auch in diesem Bereich hat sich Ethereum mit einem Anteil von 55 % seiner im Umlauf befindlichen Menge, die direkt auf seiner Blockchain implementiert ist, als führender Akteur etabliert.

Zwei Realitäten, die nicht unbedingt getrennt betrachtet werden müssen. Dies ist jedenfalls die Analyse des CIO des quantitativen Handelsunternehmens Kronos Research, Vincent Liu, zum jüngsten historischen Höchststand von Ethereum – festgelegt auf 166 Milliarden Dollar – für die Menge der auf seiner Blockchain im Umlauf befindlichen Stablecoins.

Menge der im Umlauf befindlichen Stablecoins auf der Ethereum-Blockchain

Die Tatsache, dass das Angebot an Stablecoins auf Ethereum ein Rekordniveau erreicht hat, markiert einen Wendepunkt: Stablecoins entwickeln sich von einem spekulativen Vermögenswert zu einem echten Rückgrat der Dollarisierung innerhalb des DeFi-Ökosystems. Dies zeigt auch, dass die Liquidität mittlerweile stark genug ist, um Volatilität abzufedern und den Markt bei makroökonomischen Rückgängen zu stützen.

Vincent Liu

Auf dem Weg zu einer beschleunigten Dollarisierung des DeFi-Ökosystems

Innerhalb eines Jahres stieg die Menge der im Umlauf befindlichen Stablecoins auf der Ethereum-Blockchain um 76,5 %. Dieses Wachstum ist noch bemerkenswerter, wenn man es mit allen Blockchains vergleicht, wo das Gesamtangebot an Stablecoins im gleichen Zeitraum um 65 % gestiegen ist.

Eine Entwicklung, die laut Vincent Liu auf eine deutlich zunehmende „Dollarisierung innerhalb der DeFi-Ökosysteme” hindeutet. Dies gilt umso mehr angesichts der oben erwähnten Bedeutung der Ethereum-Blockchain in diesem Sektor.

Dieser Aufschwung könnte von einem zweiten günstigen regulatorischen Effekt in den Vereinigten Staaten profitieren, nachdem die SEC und die CFTC ihre Absicht bekundet haben, im Rahmen ihres Responsible Financial Innovation Act das Kriegsbeil zu begraben. Auf dem Programm steht eine Lockerung der Vorschriften für DeFi-Akteure im Falle einer effektiven Dezentralisierung der betreffenden Protokolle.

Laut Nick Ruck, Direktor der Analyseeinrichtung LVRG Research, deutet dieser jüngste Rekord von Ethereum „auf einen massiven Anstieg der institutionellen Liquidität und ein tieferes Vertrauen in seine Infrastruktur als grundlegende Ebene für DeFi hin”. Könnte dies der angekündigte Durchbruch dieses Ökosystems als eigenständige Finanzoption neben seiner traditionellen Version sein?

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