Der Wettlauf um den Aufbau des Bestands lässt für das Unternehmen von Michael Saylor zu Beginn des Jahres 2026 nicht nach. Mit dem Überschreiten der symbolischen Schwelle von 700.000 BTC bekräftigt Strategy trotz des fallenden Kurses seine Überzeugung von Bitcoin. Während der Markt den Widerstand bei 90.000 Dollar testet, wirft diese Transaktion Fragen zur Bewertung der Aktie im Verhältnis zu den Vermögenswerten auf, die sie repräsentiert.
Strategy festigt seinen Status als größter Bitcoin-Besitzer weiter
Strategy, die Treasury Company von Michael Saylor, gibt den Erwerb von weiteren 22.305 Bitcoins für rund 2,13 Milliarden Dollar bekannt.
Es handelt sich um den größten BTC-Kauf des Unternehmens seit dem 8. Dezember 2024, was auf ein wiedergewonnenes Vertrauen in die zukünftige Kursentwicklung von Bitcoin hindeutet.

BTC-Käufe von Strategy seit 2024
Der durchschnittliche Ausführungspreis dieses neuen Kaufs beläuft sich auf 95.284 Dollar, was bereits fast 4,5 % unter dem aktuellen BTC-Kurs liegt. Mit diesem Erwerb überschreiten die Gesamtreserven die Schwelle von 700.000 Bitcoins und erreichen 709.715 BTC, die zu Gesamtkosten von 53,92 Milliarden Dollar erworben wurden, was einem Durchschnittspreis von 75.979 Dollar pro BTC entspricht.
Bis heute entspricht dies einem Gesamtgewinn von etwa 20 %, also mehr als 10 Milliarden Dollar.
Basierend auf den aktuellen Reserven entspricht eine Strategy-Aktie nun etwa 195.000 Satoshi (0,00195 BTC), was etwa 176 Dollar entspricht. Während der aktuelle Kurs der MSTR-Aktie bei etwa 160 Dollar schwankt.
Dieser Abschlag deutet darauf hin, dass der Markt das Unternehmen im Vergleich zum Wert seiner Bitcoin-Bestände vorübergehend unterbewertet. Diese Situation lässt sich insbesondere durch die Unsicherheit hinsichtlich einer möglichen Liquidation dieser Reserven erklären, die durch den anhaltenden Rückgang des BTC-Kurses ausgelöst werden könnte, der seit seinem Höchststand im Oktober 2025 bereits um 28 % gefallen ist.
Die Risiken, die Strategy für Bitcoin und seine Aktionäre mit sich bringt
Mit einem Bestand von über 709.000 BTC kontrolliert Strategy nun etwa 3,5 % des gesamten Bitcoin-Angebots (das auf 21 Millionen begrenzt ist). Diese Konzentration beginnt, die Dynamik des auf dem Markt verfügbaren Bitcoin-Angebots stark zu beeinflussen, was zwar zum Preisanstieg beiträgt, aber im Falle eines Hackerangriffs, einer erzwungenen oder freiwilligen Liquidation der Reserven auch eine Gefahr für den Kurs darstellt.
Tatsächlich fungiert diese Art von Unternehmen, die als „Bitcoin Treasury Company“ bezeichnet wird, als Vehikel für indirekten Besitz: Anstatt BTC zu kaufen, erwerben Anleger eine Aktie, deren Wert zu einem großen Teil von den Bitcoin-Reserven abhängt.
Dieses Engagement ist jedoch aus mehreren Gründen mit dem höchsten Risiko behaftet. Erstens handelt es sich um eine implizit gehebelte Position, bei der sich die Volatilität von BTC oft verstärkt auf den Aktienkurs auswirkt, was sowohl Gewinne als auch Verluste beschleunigen kann.
Zweitens ist der Anleger nicht nur dem Bitcoin-Risiko ausgesetzt, sondern auch unternehmensspezifischen Risiken: Managemententscheidungen, Qualität der Umsetzung, Finanzierungsstrategie, Verschuldungsgrad oder Verwässerung durch Aktienemissionen. Hinzu kommen regulatorische und buchhalterische Risiken, die die Fähigkeit des Unternehmens beeinträchtigen können, seine BTC zu halten, zu verbuchen oder zu mobilisieren.
Im Gegensatz zur Selbstverwahrung muss der Aktionär dem externen Verwahrer des Unternehmens vertrauen, der zu einem zusätzlichen Schwachpunkt wird: Hackerangriffe, Einfrieren von Vermögenswerten, operative Fehler oder Pfändungen.