Der Google Play Store hat kurzzeitig versucht, strenge regulatorische Anforderungen für Krypto-Wallets, einschließlich nicht-verwahrenden Wallets, einzuführen.
Die am 13. August 2025 angekündigte Maßnahme betraf 15 Länder und hätte zahlreiche Anwendungen vom Markt verdrängen können, bevor das Unternehmen unter dem Druck der Community und der Kritik einen Rückzieher machte.
Gestern, am 13. August 2025, kündigte der Google Play Store eine neue Richtlinie an, nach der Entwickler von Krypto-Wallets eine behördliche Lizenz erwerben müssen, um ihre Apps veröffentlichen zu können.
Diese Änderung sollte 15 Länder betreffen, darunter die Vereinigten Staaten und die Europäische Union, und unterschied nicht zwischen Wallets mit und ohne Verwahrung.
In den Vereinigten Staaten verlangte Google die Registrierung bei der FinCEN als Money Service Business oder einen Bankstatus. Diese Verpflichtungen beinhalten die Einführung strenger Verfahren zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML), Terrorismusfinanzierung (CTF) und Identitätsprüfung (KYC), die normalerweise nicht für nicht-verwahrende Wallets gelten.
In der Europäischen Union schrieb die Politik vor, dass als Anbieter von Dienstleistungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten eine MiCA-Lizenz erforderlich ist. Dieser Status ist jedoch Unternehmen vorbehalten, die Vermögenswerte für ihre Kunden verwalten oder verwahren.
Die strikte Anwendung dieser Regel hätte dazu führen können, dass die meisten dieser Wallets nicht im Play Store angeboten werden dürfen.
Bitcoin und Kryptowährungen überleben diesen Angriff – vorerst
Diese Aktualisierung der von Google Play auferlegten Verpflichtungen schien sich an den Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF) zu orientieren, die darauf abzielt, die Regeln auf nicht-verwahrende Anwendungen auszuweiten, sobald auch nur eine teilweise Kontrolle über die Gelder oder die Benutzeroberfläche festgestellt wird.
Auf Druck der Kritiker machte Google schließlich einen Rückzieher und stellte klar, dass seine Richtlinie nicht für nicht-verwahrende Wallets gilt, wodurch die unmittelbare Befürchtung eines Ausschlusses dieser Lösungen ausgeräumt wurde.
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— jack (@jack) August 13, 2025
Dieser Vorfall ereignet sich nur eine Woche, nachdem Roman Storm, Entwickler von Tornado Cash, einem Mixer, der Kryptowährungsnutzern Privatsphäre bieten soll, wegen unerlaubter Nutzung eines Geldtransferdienstes für schuldig befunden wurde, obwohl es sich bei seiner Anwendung um einen selbstverwalteten Dienst handelte.
Obwohl mehrere US-Bundesstaaten die Selbstverwahrung mittlerweile als Recht anerkennen, gibt es keine Garantie dafür, dass Europa und andere Länder die gleiche Position einnehmen werden. Da sie Bitcoin nicht direkt angreifen können, könnten seine Kritiker Anwendungen und Dienste, die seine autonome Nutzung erleichtern, sowie deren Entwickler ins Visier nehmen.
Diese Strategie, die für Staaten rechtlich leichter umsetzbar ist, könnte in den nächsten Jahren zu einer der wichtigsten Fronten im Regulierungsstreit um Bitcoin werden.