Wird der Kurs des BTC trotz der Aussicht auf Stabilität, die mit dem massiven Einstieg der traditionellen Finanzwelt einhergeht, noch einmal einen deutlichen Rückgang in Höhe von 70 % verzeichnen? Diese Meinung vertritt der Analyst angesichts des anhaltenden Unverständnisses gegenüber Bitcoin.
Steht Bitcoin vor einem Rückgang um 70 %?
Es ist schwierig, das Niveau der historischen Höchststände von Bitcoin in seinen verschiedenen Zyklen genau zu schätzen. Eine Gewissheit blieb jedoch bestehen: die offensichtliche schmerzhafte Korrektur nach jedem dieser Rekorde, bis die traditionelle Finanzwelt mit ins Spiel kam.
Tatsächlich geht die Aussicht – die nun Realität wird –, dass der Kryptomarkt mit Milliarden von Dollar institutioneller Investoren überschwemmt wird, seit Jahren mit dem Versprechen einher, die starke Volatilität von BTC zu zähmen, im Guten wie im Schlechten.

Könnte dies der Beginn von Superzyklen sein, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und weniger volatil sind? Nichts ist weniger sicher, so Vineet Budki, CEO der Risikokapitalgesellschaft Sigma, in seiner Rede auf dem Global Blockchain Congress 2025 in Dubai. Er rechnet weiterhin mit einem möglichen Rückgang von 65 % bis 70 % bei der nächsten Umkehr des Kryptowährungsmarktes, die in den nächsten zwei Jahren erwartet wird.
Bitcoin wird seine Nützlichkeit nicht verlieren, wenn es auf 70.000 Dollar fällt. Das Problem liegt darin, dass die Menschen seine Nützlichkeit nicht kennen, und wenn man Vermögenswerte kauft, die man nicht versteht, gehört man zu den Ersten, die sie verkaufen; daher kommt der Verkaufsdruck.
Vineet Budki
Ein BTC zu 1 Million Dollar, aber (immer noch) kein gerader Weg dorthin
Laut Vineet Budki wird der Kurs des BTC auch in Zukunft weiterhin Auf- und Abwärtsbewegungen durchlaufen, selbst wenn die langfristigen Aussichten weiterhin positiv sind, da die Händler – selbst institutionelle – die Vermögenswerte, die sie halten, nicht verstehen.
Eine problematische Situation, die jedoch den Bitcoin-Preis nicht daran hindern dürfte, im Laufe des nächsten Jahrzehnts die Millionengrenze zu erreichen. Umso mehr, wenn man wie Vineet Budki davon ausgeht, dass die derzeitige spekulative Akzeptanz letztendlich einem echten Verständnis seiner tatsächlichen und effektiven Nützlichkeit auf globaler Ebene weichen wird.
Wie dem auch sei, der Eintritt der traditionellen Finanzwelt in den Bitcoin-Markt verändert die Lage definitiv, derzeit offensichtlich zum Nachteil der Privatanleger, die bisher im Mittelpunkt standen. Insbesondere angesichts neuer, sehr gieriger Inhaber wie börsennotierter Unternehmen, Regierungen und sogar ETFs, die im Namen ihrer Kunden handeln.
Es bleibt die Frage, wie sich die nächsten Bitcoin-Halvings tatsächlich auswirken werden, angesichts eines BTC-Marktes, der nun den Daten der traditionellen Finanzwelt ausgesetzt ist, wie z. B. den Zinserhöhungen der Fed oder dem Wachstum der Geldmenge.