Der Bitcoin-Kurs hat in der zweiten Oktoberhälfte die wichtige Unterstützungszone von 102.000 bis 106.000 $ gehalten, doch dieser Aufschwung an der Unterstützung reicht nicht aus, um zu bestätigen, dass die 126.000 $ vom vergangenen Montag, dem 6. Oktober, nicht den Zyklus-Höchststand darstellen. Eine Unterstützung zu halten ist gut, einen Widerstand zu durchbrechen ist besser. Hier ist die technische Analyse von Vincent Ganne zu BTC
Der Bitcoin-Kurs hat seine wichtige Unterstützungszone gehalten
Möglicherweise ist der Zyklus bei Bitcoin seit dem 6. Oktober beendet, mit einem lokalen Höchststand bei 126.000 $. Es ist noch zu früh, dies mit Sicherheit zu behaupten, doch mehrere technische Signale mahnen zur Vorsicht.
Derzeit bleibt der grundlegende Trend bullisch, solange die monatliche Unterstützung bei 102.000/106.000 $ hält. Darunter würde sich eine andere Dynamik einstellen, mit dem Risiko eines strukturellen Umschwungs und dem endgültigen Eintritt in einen zyklischen Bärenmarkt. Doch soweit sind wir noch nicht.
Er wird jedoch weiterhin von einem extremen technischen Widerstand gedeckt
Langfristig gibt es ein entscheidendes Element, das es zu beobachten gilt: den großen schrägen Widerstand, der alle Höchststände seit mehr als 10 Jahren verbindet. Diese historische Trendlinie verläuft genau durch den Bereich um 126.000 $. Die Anfang Oktober beobachtete Ablehnung ist daher nicht unbedeutend, sie entspricht einem wichtigen Schnittpunkt zwischen Technik und Zyklus.
Jeder vorherige Höchststand (2013, 2017, 2021) hatte sich in der Nähe dieses Widerstands gebildet. Das macht die aktuelle Konstellation besonders interessant: Entweder gelingt es dem Markt, diese Linie zu durchbrechen und damit eine beispiellose bullische Ausweitung des Zyklus zu bestätigen, oder wir treten in eine langfristige Verteilungsphase ein.
Das BTC/GOLD-Verhältnis und die globale M2-Liquidität als Stütze
Es gibt einen unterstützenden Faktor im Hinblick auf Arbitragegeschäfte zwischen Anlageklassen. Das BTC/GOLD-Verhältnis ist zurückgekehrt, um eine langfristige Unterstützung zu testen – ein Schlüsselniveau, das historisch gesehen das Ende von Konsolidierungsphasen vor Expansionsphasen markiert hat.
Solange dieses Verhältnis nicht nach unten durchbricht, bleibt das relative Momentum des Bitcoin-Preises gegenüber Gold günstig. Mit anderen Worten: Selbst wenn sich BTC konsolidiert, behält es dennoch eine überlegene Makrodynamik gegenüber den sicheren Häfen bei.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die globale Liquidität (M2), die bis zum Jahresende als „Frühindikator“ mit einer zeitlichen Projektion von 12 Wochen in einer Expansionsphase verbleibt.
Dieser Parameter wird oft unterschätzt, spielt jedoch eine entscheidende Rolle in den Zyklen risikoreicher Anlagen. Solange die Nettogeldschöpfung positiv bleibt, werden Korrekturen bei Bitcoin in der Regel schnell aufgefangen. Der Markt wird weiterhin von der überschüssigen Liquidität getragen, und die strukturelle Nachfrage wächst weiter, insbesondere durch institutionelle Zuflüsse.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir uns wahrscheinlich an einem Wendepunkt des Zyklus befinden. Technisch gesehen könnte der wichtige Widerstand bei 126.000 $ einen vorläufigen oder sogar zyklischen Höchststand markieren, doch solange die 100.000/102.000 $-Marke beim Monatsschlusskurs hält, bleibt der primäre Trend bullisch. Ein deutlicher Durchbruch dieser Unterstützung wäre hingegen die Bestätigung für den Eintritt in einen zyklischen Bärenmarkt.