Am Freitag, dem 10. Oktober 2025, erlebte der Kryptowährungsmarkt eine regelrechte Schockwelle, die durch eine massive Liquidation von Long-Positionen im Wert von über 19 Milliarden Dollar gekennzeichnet war. Auslöser für diesen heftigen Einbruch war die plötzliche Ankündigung von 100-prozentigen Zöllen auf chinesische Importe durch den US-Präsidenten, die eine allgemeine Panik auf allen Risikomärkten auslöste. Kann Bitcoin vor diesem Hintergrund seinen Aufwärtszyklus über den Oktober 2025 hinaus fortsetzen?
Genaue Zeitangaben, die den Zyklus bis Ende November führen können
Der vorherige Zyklus, der mit dem Halving im Mai 2020 zusammenhing, dauerte 546 Tage nach dem Ereignis, bevor er seinen Höhepunkt erreichte, und 1061 Tage in absoluter Dauer, d. h. vom Tiefpunkt vor dem Halving bis zum Ende des Bullenmarktes.
Wendet man diese Chronologie auf den aktuellen Zyklus an, entsprechen diese Zeitpunkte jeweils dem Samstag, 18. Oktober 2025 für die 546 Tage nach dem Halving und dem Freitag, 17. Oktober 2025 für die 1061 Tage in absoluter Dauer.
Diese Prognosen legen den potenziellen Höhepunkt des Marktes zwischen Mitte Oktober und Ende November 2025 fest (siehe die untenstehende Entsprechungstabelle), je nachdem, ob der Zyklus dem gleichen Rhythmus wie 2020 folgt oder sich am Durchschnitt der drei vorherigen Zyklen (2012, 2016 und 2020) orientiert. Mehrere Faktoren deuten jedoch darauf hin, dass sich die Dynamik dieses Mal länger hinziehen könnte.

Die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung des Zyklus hängt von politischen und geopolitischen Fundamentaldaten ab
Zwei grundlegende Bedingungen könnten diesen Zyklus über die historischen Muster hinaus verlängern:
- Das Ende des US-Shutdowns, der derzeit das makroökonomische Vertrauen und die globale Liquidität belastet. Eine Wiederaufnahme der Haushaltspolitik der Bundesregierung könnte den Kapitalfluss in risikoreiche Anlagen, darunter Bitcoin, wieder ankurbeln und es der SEC ermöglichen, die laufenden Anträge für Krypto-Spot-ETFs zu genehmigen;
- Ein neues Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und China, das die wirtschaftlichen Spannungen entschärfen und das weltweite Wachstum wieder ankurbeln könnte. Eine solche geopolitische Entspannung würde ein günstigeres Umfeld für die Finanzmärkte schaffen, einschließlich der Kryptowährungen.
Wenn diese beiden Bedingungen bis Ende Oktober erfüllt wären, könnte der Aufwärtszyklus von Bitcoin über die Dauer des vorherigen Zyklus hinausgehen und sich bis Ende November 2025 oder sogar Anfang Dezember verlängern.
Diese Hypothese würde einen etwas längeren Zyklus bedeuten, der durch eine zeitlich versetzte Euphoriephase gekennzeichnet ist – ein Szenario, das glaubwürdig bleibt, solange der Bitcoin-Kurs die wichtige Unterstützung von 106.000/109.000 Dollar beibehält.
Die FED dürfte Ende Oktober den Leitzins senken
Jérôme Powell äußerte sich gestern und bestätigte, dass die nächste geldpolitische Entscheidung der FED Ende Oktober erneut eine Zinssenkung mit sich bringen würde. Er deutete auch an, dass das Ende des Bilanzrückgangs der FED nahe sei, was für Kryptowährungen günstige Liquiditätsbedingungen bedeuten würde.
Die Geschichte der Bitcoin-Zyklen bietet zwar wertvolle Anhaltspunkte, kann jedoch nicht als festes Modell betrachtet werden. Der aktuelle Zyklus, der in einer beispiellosen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage verankert ist, könnte durchaus die bisher beobachtete durchschnittliche Dauer überschreiten. Im Falle einer Beendigung des US-Shutdowns und eines dauerhaften Handelsabkommens zwischen Washington und Peking ist die Wahrscheinlichkeit eines auf November 2025 verschobenen Marktgipfels daher glaubwürdig, aber die wichtige Unterstützung von 106.000 / 109.000 Dollar MUSS HALTEN.
