Während Strategy aufgrund seiner nicht realisierten Gewinne aus Bitcoin (BTC) möglicherweise hohe Steuern hätte zahlen müssen, hat eine Richtlinie der Steuerbehörden nun Klarheit in die Situation gebracht. Schauen wir uns diese Nachricht, die den Aktienkurs in die Höhe schnellen ließ, einmal genauer an.
Strategy dürfte von dieser Steuerrichtlinie profitieren
Seit mehreren Quartalen wendet Strategy eine Bilanzierungsregel an, die es dem Unternehmen ermöglicht, seine latenten Gewinne aus seinen Bitcoin-Positionen (BTC) in seinen Bilanzen auszuweisen. Wir haben insbesondere im August darüber berichtet. Diese Methode ermöglicht es dem Unternehmen, seine Zahlen deutlich aufzublähen und dabei die rückläufige Performance seines traditionellen Geschäfts mit Unternehmenssoftware zu verschleiern.
Allerdings hätten solche Ergebnisse Strategy der „Corporate Alternative Minimum Tax” (CAMT) unterwerfen können, die im Rahmen des „Inflation Reduction Act” von 2022 eine Mindeststeuer von 15 % für Unternehmen mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von über einer Milliarde Dollar vorsieht.
Unter diesen Umständen bestand für das Unternehmen von Michael Saylor ein hohes Risiko, diese Bedingungen zu erfüllen, doch eine Erklärung der US-Steuerbehörden hat diese Woche eine Wende herbeigeführt, wie Strategy in einer bei der Securities and Exchange Commission (SEC) eingereichten Mitteilung berichtete:
Am 30. September 2025 veröffentlichten das Finanzministerium und die Steuerbehörde Internal Revenue Service vorläufige Richtlinien, die unter anderem festlegen, dass ein Unternehmen nicht realisierte Gewinne und Verluste aus seinen digitalen Vermögenswerten bei der Berechnung des bereinigten Finanzergebnisses unberücksichtigt lassen kann, um seine Steuerpflicht für die alternative Mindeststeuer für Unternehmen (CAMT) in Höhe von 15 % gemäß dem Inflation Reduction Act von 2022 zu ermitteln.
Dank dieser Feinheit wird die Steuer von Strategy somit durch seinen Softwareverkauf bestimmt, dessen Umsatz im ersten Quartal dieses Jahres 111,1 Millionen Dollar und im zweiten Quartal 114,5 Millionen Dollar betrug. Angesichts der Tatsache, dass diese Quartalszahlen in den letzten Jahren kaum über 120 Millionen Dollar hinausgingen, liegt Strategy tatsächlich nicht über dem Durchschnitt von einer Milliarde Dollar Jahresumsatz.
Seit der Ankündigung der Steuerbehörde am Dienstag ist die MSTR-Aktie von Strategy um 9,82 % gestiegen. Dennoch liegt der Kurs immer noch um fast 23 % unter seinem Jahreshoch von über 457 Dollar im Juli dieses Jahres:

Gleichzeitig hält Strategy 640.031 Bitcoins im Wert von 76,78 Milliarden Dollar, was fast 76 % der Marktkapitalisierung des Unternehmens entspricht. Der Preis für BTC liegt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei 119.985 Dollar, was einem Anstieg von 1,2 % in den letzten 24 Stunden entspricht.