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West Virginia möchte seine öffentlichen Gelder mit Bitcoin diversifizieren

by Tim

West Virginia nimmt sein Projekt zur Bildung einer Bitcoin-Reserve wieder auf, ein Jahr nach dem Scheitern seines ersten Versuchs. Dieser neue Gesetzesentwurf zielt darauf ab, dem Bundesstaat zu gestatten, in Vermögenswerte zu investieren, die als „Inflationsschutz“ dienen, wie beispielsweise Gold, Silber und Bitcoin. Wird es diesmal klappen?

West Virginia nimmt sein Projekt zur Schaffung einer Bitcoin-Reserve wieder auf

Am 14. Februar 2025 war West Virginia der 23. Bundesstaat, der einen Gesetzentwurf zur Schaffung einer Bitcoin-Reserve vorlegte. Auch wenn Bitcoin im Gesetzentwurf nicht ausdrücklich erwähnt wurde, war es der einzige Vermögenswert, der die festgelegten Kriterien erfüllte.

Der Text wurde von Senator Chris Rose (Republikaner) vorgelegt, einem ehemaligen Bergarbeiter, der heute Vorsitzender des Senatsausschusses für Energie, Industrie und Bergbau ist.

Er wurde zunächst vom Ausschuss für Banken und Versicherungen und anschließend vom Finanzausschuss geprüft. Diese Fachausschüsse sind dafür zuständig, den Text vor der Abstimmung im Senat zu prüfen, zu ändern und zu bestätigen.

Das Problem besteht darin, dass der „Senate Bill 465“ (SB 465) im Ausschuss gescheitert ist; dies bedeutet, dass er nicht vom gesamten Parlament verabschiedet wurde und auf der Stufe der Ausschussvorlage stehen geblieben ist.

Doch nun, ein Jahr später, am 14. Januar 2026, wird im Rahmen einer regulären Sitzung ebenfalls der Gesetzentwurf SB 143 eingebracht. Bei diesem Text handelt es sich tatsächlich um eine Wiedereinbringung des Gesetzentwurfs zum Schutz vor Inflation durch Senator Chris Rose.

Nach eingehender Prüfung erweisen sich die Texte als weitgehend ähnlich, mit nur wenigen formalen Unterschieden, die hauptsächlich auf politische Zielsetzungen zurückzuführen sind.

So wurden beispielsweise im Text von 2025 keine Vermögenswerte ausdrücklich genannt; die Beschreibung war rein technisch, neutral und administrativ. Der neue Text erwähnt direkt Gold, Silber und Bitcoin und signalisiert damit eine stärker politisch geprägte Ausrichtung.

Zu Beginn der Legislaturperiode 2026 scheinen die in Vergessenheit geratenen Vorhaben zur Bildung von Bitcoin-Reserven wieder aufzutauchen, wie die jüngste Neuauflage in Florida verdeutlicht hat.

Worum geht es konkret?

Das Ziel dieses Textes ist es somit, bestimmte staatliche Investitionen in Vermögenswerte zu genehmigen, die als Schutz vor Inflation gelten: Gold, Silber und Bitcoin.

Der Entwurf würde es dem Board of Treasury Investments (Generaldirektion für Staatsfinanzen) ermöglichen, bis zu 10 % der von ihm verwalteten Mittel zuzuweisen.

Somit wäre der Staat berechtigt, in Folgendes zu investieren:

  • Stablecoins, die auf Bundes- oder Landesebene eine behördliche Genehmigung erhalten haben;
  • Edelmetalle wie Silber, Gold oder Platin;
  • Kryptowährungen, deren Marktkapitalisierung im Durchschnitt des Vorjahres über 750 Milliarden Dollar lag;
  • alle anderen börsengehandelten Derivate, die von einer registrierten Investmentgesellschaft emittiert wurden.

Es ist anzumerken, dass die Regel zur Marktkapitalisierungsschwelle ein Mittel darstellt, um die Anlage auf die Mutter aller Kryptowährungen zu beschränken: den BTC.

Darüber hinaus gilt die Obergrenze von 10 % zum Zeitpunkt der Anlage und zielt nicht darauf ab, den Vermögensverwalter im Falle eines Wertanstiegs der Vermögenswerte zu einem Verkauf der Bestände zu zwingen.

Das Ziel besteht nämlich darin, diese Vermögenswerte nicht ungenutzt liegen zu lassen, sondern sie beispielsweise durch Staking oder Dividenden zur Erzielung von Erträgen zu nutzen.

Darüber hinaus zielt dieser Text auch darauf ab, detaillierte Regeln für die Verwaltung von Kryptowährungen festzulegen. Normen in Bezug auf die Schlüsselverwaltung, die geografische Redundanz oder auch die Zugangskontrolle werden im Text näher erläutert.

Sollte dieser Text die Prüfung durch den Sonderausschuss bestehen, ist der Staatsschatzmeister befugt, weitere interne Vorschriften zur Umsetzung dieses Gesetzes vorzuschlagen, sofern diese Regeln von der Legislative genehmigt werden.

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