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Neuer Shutdown in den USA? Eine Krise, die die Märkte belasten könnte

by Michael

Ein Gesetzentwurf zur Finanzierung der US-Regierung könnte vor dem Hintergrund der ICE-Krise von den Gegnern Donald Trumps blockiert werden. Die Regierung könnte bis Ende der Woche einen neuen „Shutdown“ erleben. Was würde dies für die Finanzmärkte bedeuten?

Neuer Shutdown vor dem Hintergrund der Krise in Minneapolis

Nachdem die US-Einwanderungsbehörde ICE innerhalb weniger Tage in Minneapolis zwei Menschen erschossen hat, brodelt der Aufstand. Und die Krise greift bis nach Washington über, da demokratische Abgeordnete sich nun weigern, für ein Gesetz zu stimmen, das der ICE weitere Mittel zuweisen würde.

Der Gesetzentwurf sieht 64 Milliarden Dollar für das Department of Homeland Security (DHS) vor, davon 10 Milliarden Dollar für die ICE. Dieser Polizeizweig wurde wegen seiner gewalttätigen Vorgehensweise kritisiert, die bis hin zu Schüssen auf nicht aggressive Demonstranten eskalierte.

Mehrere Demokraten haben daher ihre Absicht bekundet, die Abstimmung über die Finanzierung der ICE zu blockieren, darunter Mark Warner, Senator aus Virginia:

Ich kann und werde nicht für die Finanzierung des DHS stimmen, solange diese Regierung diese gewaltsamen Übernahmen unserer Städte durch den Bund fortsetzt.

Die Folgen eines neuen Shutdowns

Der letzte US-Shutdown dauerte zwischen Oktober und November 2025 43 Tage. Etwas mehr als zwei Monate später steht diese Möglichkeit erneut zur Debatte und unterstreicht die tiefe politische Krise, in der sich die Vereinigten Staaten befinden.

Für die US-Wirtschaft würde ein Shutdown eine ohnehin schon angespannte Lage weiter erschweren. Ökonomen schätzen nämlich, dass der letzte Shutdown den Vereinigten Staaten 0,8 Prozentpunkte Wachstum gekostet hat. Darüber hinaus könnte sich die Unsicherheit auf die Aktien- und Anleihemärkte auswirken, die besonders anfällig für Instabilitäten sind.

Eine weitere bemerkenswerte Folge: Wichtige Veröffentlichungen zu Beschäftigung, Inflation und Ausgaben würden im Falle eines Shutdowns ausbleiben oder sich verzögern. Dies würde die Regierung zwingen, auf Sicht zu navigieren, und die Federal Reserve zur Vorsicht veranlassen.

Gold und Silber setzen ihre Rallye vor dem Hintergrund der Spannungen fort

Zwischen interner Krise, Spannungen im Zusammenhang mit Grönland und den provokanten Äußerungen von Donald Trump ist die geopolitische Lage explosiv. Dies hat das Interesse an Edelmetallen angeheizt: Gold hat in den letzten Monaten einen Rekord nach dem anderen gebrochen.

Der Goldpreis hat diese Woche erstmals die 5.000-Dollar-Marke überschritten

Der Goldpreis hat diese Woche erstmals die 5.000-Dollar-Marke überschritten

Ähnlich verhält es sich mit Silber, das seit Ende 2025 ebenfalls einen Rekord nach dem anderen verzeichnet. Die Unze Silber stieg gestern im Tagesverlauf sprunghaft an und erreichte 1176,5 Dollar, ein bisher unerreichtes Preisniveau. Was Bitcoin betrifft, so schwankt es weiterhin: Es legte in den letzten 24 Stunden um 0,01 % zu.

Überraschenderweise scheint die Wall Street von der aktuellen Krise kaum betroffen zu sein. Sowohl der Nasdaq als auch der S&P 500 schlossen gestern im Plus. Auch wenn die Turbulenzen in den USA die Märkte tendenziell erschüttern, gibt es nun doch eine andere Realität: Die Märkte gewöhnen sich an eine neue Normalität. Die Krisenpolitik der US-Regierung verändert somit grundlegend die Art und Weise, wie die Märkte reagieren.

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