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Monero (XMR) unter Druck: Der Gründer der Blockchain Qubic droht mit einem 51 %-Angriff

by Thomas

Die bekannte datenschutzorientierte Blockchain Monero (XMR) sieht sich einer erheblichen wirtschaftlichen Bedrohung gegenüber: Ein Konkurrenzprojekt namens Qubic plant, am 2. August 2025 einen 51 %-Angriff auf das Netzwerk von Monero zu starten.

Die Monero-Blockchain von einem Konkurrenten bedroht

Am Wochenende kündigte Sergey Ivancheglo, alias CFB, Gründer von Qubic und ehemaliger Mitbegründer von IOTA, an, dass er und seine Blockchain planen, am 2. August einen 51 %-Angriff auf die Monero-Blockchain zu starten.

Laut Ivancheglo sei das erklärte Ziel nicht, Monero zu zerstören, sondern seine Robustheit gegenüber koordiniertem Druck zu testen und gleichzeitig die Wirksamkeit der von Qubic entwickelten „Useful Proof of Work”-Technologie (uPoW) unter Beweis zu stellen.

Das uPoW-System von Qubic ermöglicht es seinen „KI-Minern”, ihre eigene Blockchain zu sichern und gleichzeitig Monero (XMR) während ihrer Inaktivitätszyklen zu minen, d. h. in Zeiten, in denen ihre Rechenleistung im Qubic-Netzwerk nicht benötigt wird.

Dieser Mechanismus maximiert die Rentabilität dieser Miner: Während ihrer Ruhezeiten nutzen sie ihre überschüssige Leistung, um XMR zu minen. Die so gewonnenen Monero werden dann gegen USDT verkauft und zum Kauf von QUBIC-Token verwendet, die anschließend verbrannt (d. h. endgültig vernichtet) werden.

Dieses Modell hat einen doppelten positiven Effekt auf den Preis von QUBIC: Der massive Kauf von Token steigert die Nachfrage und ihre Vernichtung reduziert das Angebot, was theoretisch zu einem Anstieg des Token-Preises führen sollte.

Dieses System hat jedoch auch einen negativen Effekt auf den Kurs von Monero: Der automatische Verkauf von XMR zum Erwerb von USDT übt einen Verkaufsdruck auf den Markt aus, was die Rentabilität anderer Monero-Miner verringern könnte.

Verteilung der Monero-Mining-Pools

Durch die Kombination dieser wirtschaftlichen Dynamiken mit einer Konzentration der Hashrate in einem von Qubic kontrollierten Pool könnte das Projekt die Sicherheit des Monero-Netzwerks schwächen. Wenn einige unabhängige Miner unrentabel werden und sich abmelden, bleibt mehr Spielraum für Angreifer, um die Mehrheit der Hashrate zu erreichen.

Derzeit kontrolliert der mit Qubic verbundene Mining-Pool etwa 23 % der gesamten Hashrate von Monero, die auf 6,17 Gigahash pro Sekunde (GH/s) geschätzt wird.

Die Befürworter von Monero bezweifeln jedoch die Richtigkeit dieser Zahlen. Sie werfen Qubic vor, seine selbst angegebene Hashrate künstlich zu erhöhen (eine Praxis, die als „Spoofing” bezeichnet wird) und das Netzwerk zu parasitieren, ohne einen fairen Beitrag zu leisten.

Es ist schwer mit Sicherheit zu sagen, ob die von Qubic formulierten Drohungen tatsächlich Auswirkungen auf das Monero-Netzwerk haben werden.

Theoretisch scheint der Angriff technisch und strategisch gut durchdacht zu sein. In der Praxis handelt es sich jedoch eher um eine Kommunikationsmaßnahme, die dazu dienen soll, Qubic als Gegner von Monero ins Gespräch zu bringen.

Sollte sich dieser Angriff jedoch als bloßer Stunt ohne konkrete Folgen erweisen, könnte der gegenteilige Effekt eintreten: Qubic und Sergey Ivancheglo könnten an Glaubwürdigkeit verlieren, zumal Letzterer bereits für seine aggressiven Kommunikationskampagnen rund um IOTA bekannt ist.
könnte Monero gestärkt aus dieser Episode hervorgehen und das Vertrauen seiner Community in die Robustheit und Widerstandsfähigkeit seines Netzwerks festigen.

Während die Operation von Qubic bis zum 31. August fortgesetzt werden soll, toben die Debatten in der Monero-Community. Einige Nutzer fordern eine schnelle Migration zu dezentralen Pools wie P2Pool, um die Machtkonzentration zu verringern. Andere plädieren für Protokolländerungen, um solche Angriffe in Zukunft zu erschweren. Zum Vergleich: Die Bedrohung durch MineXMR im Jahr 2022 hatte kurzzeitig 40 % der Hashrate überschritten, aber die Situation konnte dank einer gemeinsamen Mobilisierung schnell unter Kontrolle gebracht werden. Diese Episode hatte bereits die Widerstandsfähigkeit von Monero sowie die Bereitschaft seiner Nutzer gezeigt, Dezentralisierung und Anonymität gegenüber kurzfristigen Gewinnen zu bevorzugen.

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