Die von der Trump-Regierung vorgenommene Kursänderung in Bezug auf die Regulierung von Kryptowährungen verändert die globale Lage in diesem Bereich grundlegend. Angesichts dieser Situation hat Großbritannien nun eine engere Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten angekündigt.
Kryptowährungen: Auf dem Weg zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten
Bislang herrschte bei der regulatorischen Berücksichtigung von Kryptowährungen weitgehend Misstrauen. Dann kam die Trump-Regierung ins Weiße Haus, und diese Sicherheitsdistanz wich einer völlig neuen Wettbewerbsrealität, die die günstigste Gerichtsbarkeit zum nächsten bevorzugten Ziel der Akteure dieses Ökosystems machte.
Angesichts dieser beispiellosen Beschleunigung diskutiert die Europäische Union – und ihr MiCA-Regulierungsrahmen – über die Entwicklung ihres digitalen Euro und die Überwachung von Kryptotransaktionen. Ein ganz anderer Ton als der des Vereinigten Königreichs, dessen Finanzministerin Rachel Reeves offenbar eine bessere regulatorische Angleichung an die Vereinigten Staaten vorantreiben möchte.
Diese Aussage fällt im Rahmen eines derzeit stattfindenden offiziellen Besuchs von Donald Trump. Dies ist für die britische Finanzministerin eine Gelegenheit, sich mit Finanzminister Scott Bessent zu treffen, der für seine positive Haltung gegenüber Kryptowährungen bekannt ist.

Laut Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind und von der Financial Times zitiert werden, sollen die Gespräche zwischen den beiden Spitzenpolitikern insbesondere eine engere Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten in Bereichen wie Kapitalmärkte, aber auch Kryptowährungen zum Thema gehabt haben.
Eine „enorme Chance” für Großbritannien
Bei diesem Treffen waren wichtige Akteure des amerikanischen Kryptowährungssektors vertreten, darunter die Kryptowährungsbörse Coinbase, der Emittent der Stablecoin USDC Circle und Ripple (XRP), aber auch die Banken Citi, Bank of America und Barclays.
Nach Aussagen einiger Teilnehmer nahm das Thema Kryptowährungen – darunter der aktuelle Boom der Stablecoins – einen wichtigen Platz in den Diskussionen ein. Diese Allgegenwärtigkeit wurde durch das motiviert, was ein Teilnehmer als „enorme Chance für Großbritannien” bezeichnete, da sie die endgültige Einführung von Kryptowährungen in Großbritannien ermöglichen könnte.
Auf ihrem offiziellen X-Account betont Rachel Reeves, dass diese Annäherung an die Vereinigten Staaten „Investitionen und Chancen für beide Länder” biete.
Tatsächlich hofft sie, mit dieser verstärkten regulatorischen Angleichung britischen Unternehmen einen privilegierten Zugang zu einem der tiefsten und liquidesten Finanzmärkte der Welt zu verschaffen. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, die Attraktivität Großbritanniens für amerikanische Investitionen zu steigern.