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Hat Changpeng Zhao bei der Entwicklung von Donald Trumps Stablecoin im Gegenzug für eine Begnadigung geholfen?

by Michael

Die Wahl von Donald Trump fiel mit einem Anstieg des Bitcoin-Kurses zusammen, aber auch mit einer Annäherung an den Kryptowährungssektor, die berechtigte Zweifel an möglichen Interessenkonflikten aufkommen ließ. Jüngstes Beispiel: die seltsame Beteiligung von Changpeng Zhao an der Entwicklung der Stablecoin USD1.

Seit seinem Amtsantritt im Weißen Haus hat Präsident Donald Trump das Thema Kryptowährungen weitgehend in seine politischen Entscheidungen integriert.
Diese Anerkennung führte zu einer regelrechten Kehrtwende in der Regulierung, wodurch Stablecoins sich wie nie zuvor in der traditionellen Finanzwelt verbreiten konnten. Gleichzeitig hat er mehr oder weniger zweifelhafte Krypto-Projekte ins Leben gerufen. Das schlimmste Beispiel ist zweifellos die sehr günstige Einführung seines Memecoins TRUMP, nur wenige Tage vor seiner offiziellen Amtseinführung. Zu dieser Liste kann man auch seine NFT-Sammlungen und sein Familien-Krypto-Projekt World Liberty Financial (WLFI) hinzufügen.

Eine für den Kryptowährungssektor scheinbar positive Vernetzung, wäre sie nicht regelmäßig durch Korruptionsverdacht und Insiderdelikte getrübt. Jüngstes Beispiel: eine als problematisch angesehene Annäherung an die Plattform Binance und ihren Gründer Changpeng Zhao in der ebenso heiklen Angelegenheit der Stablecoin USD1.

Dies geht jedenfalls aus einem langen Artikel des Medienunternehmens Bloomberg hervor, in dem über eine offensichtliche Unterstützung des Krypto-Projekts der Familie Trump zur Förderung der Einführung ihrer Stablecoin berichtet wird. Eine Kryptowährung, deren Kurs an den Dollar gekoppelt ist und die sehr gut positioniert ist, um von der dringend vom US-Präsidenten geforderten regulatorischen Entspannung in vollem Umfang zu profitieren.

On-Chain-Daten, öffentliche Ankündigungen und Konten von Personen, die dem Projekt nahestehen, zeigen, dass Binance bei der Erstellung des Tokens, seiner Vermarktung und der größten bekannten Transaktion mitgewirkt hat. Es bleibt unklar, ob Binance oder Zhao im Gegenzug eine Zahlung von World Liberty erhalten haben.

Bloomberg

Stablecoin-Codierung gegen Begnadigung durch den Präsidenten?

Tatsächlich soll die Plattform Binance das Projekt World Liberty Financial „hinter den Kulissen” unterstützt haben. Dabei ging es um die Erstellung des Codes für den Smart Contract, mit dem die Stablecoin USD1 verwaltet werden sollte. Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, sprechen von einer „privaten” Zusammenarbeit, an der Changpeng Zhao beteiligt war.

Das Problem? Diese Zusammenarbeit blieb nicht ohne Folgen. Tatsächlich scheint dieser Smart Contract im Mai letzten Jahres schließlich die Abwicklung einer Transaktion im Wert von 2 Milliarden Dollar in Stablecoins USD1 ermöglicht zu haben, der größten Transaktion, die jemals mit diesem Token durchgeführt wurde. Der Grund für diesen Transfer ist der Kauf einer Beteiligung an der Plattform Binance durch eine in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Investmentgesellschaft. Dieser Betrag entspricht mehr als 90 % der im Umlauf befindlichen USD1, die nach wie vor sicher in der Wallet der Börse liegen.

Ein typisches Beispiel für FUD. Es handelte sich um eine Investitionsvereinbarung zwischen einem Investor und einem privaten Unternehmen aus Abu Dhabi. Die Transaktion kann in jeder beliebigen Währung durchgeführt werden: Bitcoin, AED, USD oder USD1. Die Wahl des Zahlers liegt in der Regel in seinem Ermessen.

Changpeng Zhao

Eine kollektive Leugnungsaktion, die sicherlich besser funktioniert hätte, wenn der Gründer von Binance nicht gleichzeitig angekündigt hätte, dass er Donald Trump um eine Begnadigung bitten werde, um seine Führungsposition innerhalb der Börse wieder übernehmen zu können. Die Umstände und die Synchronizität dieser Angelegenheit lassen also eindeutig berechtigte Zweifel aufkommen.

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