Die Rekordvolatilität im Jahr 2025 veranlasst vermögende Privatpersonen dazu, ihr Vermögen schützen zu wollen. Wie stabilisieren Milliardäre ihr Vermögen und welche Anlagen bevorzugen sie?
Wie sich Milliardäre vor Volatilität schützen
Anhaltende Inflation, geopolitische Spannungen und Zollkrisen haben zu einem besonders volatilen Jahr 2025 geführt. Angesichts dessen suchen sowohl private als auch institutionelle Anleger nach dem Heiligen Gral: einer Kombination aus stabilen Anlagen.
Milliardäre sind besonders auf der Suche nach stabilen Wertreserven, und in diesem Spiel bleibt Gold der große Gewinner. Die Nachfrage nach dem gelben Metall stieg im Jahr 2025 um 8 %. Laut Bloomberg kaufen Milliardäre derzeit Gold direkt auf den asiatischen Märkten, ohne Vermögensverwaltungsgesellschaften zu schalten.
Gold aus Kleinbergwerken in Kenia und anderen Teilen Afrikas wird nach Hongkong verschifft, raffiniert und dann zu Marktpreisen an vermögende Kunden in ganz Asien sowie an strategische Käufer in China verkauft.
Auf diese Weise lassen sich Risiken begrenzen: Durch die eigene Verwaltung ihrer Bestände vermeiden die Superreichen Probleme im Zusammenhang mit der Verwaltung von Geldern durch Dritte.
„Stabile” Immobilien und alternative Anlagen
Eine weitere Möglichkeit für Superreiche, ihr Vermögen zu schützen, sind Immobilien, die als stabil gelten. Milliardäre investieren in Luxusimmobilien in Städten, die als stabil gelten, beispielsweise New York, London oder Genf. Für Käufer hat dies mehrere Vorteile. Diese Art von Investition bietet sowohl einen greifbaren Vermögenswert als auch Wertsteigerungspotenzial und Schutz vor Inflation.
Über Immobilien hinaus nutzen Großvermögende auch alternative Vermögenswerte, um ihr Vermögen zu diversifizieren. Der Markt für Luxuskunst wächst weiterhin stark (+6 % im Jahr 2024 auf 80 Milliarden Dollar laut Art Basel Report). Auch andere Vermögenswerte wie Oldtimer oder Wein sind beliebt. Ihr Vorteil besteht darin, dass sie weniger stark mit den klassischen Märkten korrelieren und daher theoretisch stabiler sind.
Ausgefeilte Finanzinstrumente
Die Superreichen nutzen auch in großem Umfang Derivate, um sich gegen die Volatilität der Finanzmärkte abzusichern. Optionen und Terminkontrakte sind daher weit verbreitet, um Portfolios abzusichern und Schwankungen zu begrenzen.
Hedgefonds spielen dabei eine zentrale Rolle. Private Investmentfonds haben eine Reihe komplexer Strategien (Leerverkäufe, Arbitrage usw.) entwickelt, um die Portfolios ihrer Kunden dynamisch zu verwalten. So können auch bei fallenden Märkten positive Renditen erzielt werden.
Laut einem aktuellen Bericht von Prequin haben Hedgefonds im Jahr 2025 mehr als 150 Milliarden Dollar aufgebracht, was ein Zeichen für ihre wachsende Beliebtheit bei sehr vermögenden Anlegern ist.
Besonders hervorzuheben sind auch die Kryptowährungen: Auch wenn diese nach wie vor eine Randerscheinung sind, zeichnet sich ein grundlegender Trend ab.
Insbesondere seit dem Aufkommen von Stablecoins, deren Preise auf anderen Vermögenswerten basieren.