Innerhalb eines Jahres sollen bei Ethereum (ETH) die ersten Clients mit Zero-Knowledge-Proofs auf Layer 1 integriert werden. Was bedeutet das und welche Veränderungen sind zu erwarten?
Ethereum (ETH) wird auf Zero-Knowledge-Proofs (ZK) umsteigen
Am Donnerstag veröffentlichte die Entwicklerin Sophia Gold einen Artikel auf der Website der Ethereum Foundation, in dem sie eine bevorstehende bedeutende Änderung detailliert beschrieb: die Migration von Ethereum (ETH) zur Zero-Knowledge-Technologie (ZK).
Konkret handelt es sich dabei nicht um eine vollständige technologische Umstellung, wie es beim Übergang von Proof-of-Work (PoW) zu Proof-of-Stake (PoS) der Fall war, sondern vielmehr um einen Übergang des Technologie-Stacks zu einem schnelleren und skalierbareren System:
Ethereum setzt voll auf ZK. Langfristig planen wir, ZK-Proofs auf allen Ebenen des Stacks einzuführen, von der Signaturaggregation auf Konsensniveau bis hin zur On-Chain-Vertraulichkeit mit clientseitiger Proof-Generierung, und das Protokoll zu vereinfachen, um es vollständig ZK-kompatibel zu machen. Der erste Schritt wird jedoch die Einführung einer Layer-1-zkEVM sein.
Derzeit arbeitet Ethereum mit mehreren Clients, sowohl für die Konsensschicht als auch für die Ausführungsschicht. Das bedeutet, dass Validatoren verschiedene Software zur Sicherung des Ethereum-Netzwerks wählen können. Innerhalb eines Jahres plant die Ethereum Foundation daher, mit der Integration von zkEVM-Clients zu beginnen, um diesen ehrgeizigen Übergang für das Protokoll einzuleiten:
Unser größter Vorteil bei der Umsetzung dieses Plans ist unsere Fähigkeit, die gesamte zkVM-Branche zu mobilisieren, um Ethereum zur weltweit größten ZK-Anwendung zu machen. Zahlreiche zkVMs testen bereits Ethereum-Blöcke, und jede Woche werden Fortschritte bei der Leistungsfähigkeit bekannt gegeben.
Auf technischer Seite schätzt die Autorin, dass die Kosten für die Bereitstellung eines Validators mit der aktuellen Technologie (zum Zeitpunkt der Erstellung ihres Artikels) auf 80.000 geschätzt wurden. Es ist jedoch zu beachten, dass der jüngste Anstieg des ETH-Preises diese Schätzung relativiert, da 32 ETH heute 96.000 Dollar kosten.
Trotz allem gehen die ersten Berechnungen davon aus, dass die Kosten für einen zu Hause mit ZK-Technologie betriebenen Validator auf 100.000 Dollar steigen dürften und eine Stromleistung von 10 kW für den Betrieb der GPUs erforderlich sein wird.
Zu den weiteren Vorteilen einer Migration zu ZK-Clients gehört auch die geringere Größe der Nachweise im Netzwerk, die weniger als 300 KB betragen. Die Größe dieser Nachweise ist in der Tat von entscheidender Bedeutung, da sie Block für Block die Blockchain belasten, die dadurch immer mehr Speicherplatz benötigt.
Da die Devconnect Argentina vom 17. bis 22. November stattfindet, erwartet die Ethereum Foundation bis dahin weitere Innovationen in diesem Bereich.