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Der Aufstieg der Stablecoins erschüttert die Dominanz der Zahlungsriesen Visa und Mastercard

by Tim

Der starke Einzug der Stablecoins in die traditionelle Finanzwelt mischt die Karten in einem Zahlungssektor neu, der bisher von einigen wenigen Giganten dominiert wurde. Eine Situation, die die Pläne von Visa und Mastercard durchkreuzen könnte.

Die Giganten Visa und Mastercard stehen vor dem Aufschwung der Stablecoins

Das Jahr 2025 könnte in die Annalen der Kryptowährungsbranche als das Jahr eingehen, in dem Stablecoins außerhalb ihres Ökosystems richtig durchstarten. Die wichtigste Triebkraft für diese Dynamik ist nichts anderes als die kürzlich erfolgte Verabschiedung des GENIUS Act, eines neuen Rechtsrahmens für Stablecoins in den Vereinigten Staaten.

Gleichzeitig hat der Branchenriese Circle – Emittent des Stablecoins USDC – im Juni dieses Jahres einen bei Investoren sehr beliebten Börsengang vollzogen. Ein Beweis dafür ist der Aufwärtstrend seiner CRCL-Aktie, die um mehr als 100 % gestiegen ist und eine Marktkapitalisierung von 40 Milliarden Dollar erreicht hat.

Kursverlauf der CRCL-Aktie von Circle seit ihrer Einführung

Ein günstiges Umfeld für den Aufschwung eines Stablecoin-Marktes, den einige Analysten bereits auf über 2 Billionen Dollar schätzen, was den Zahlungsriesen Visa und Mastercard ganz klar nicht in die Hände spielt. Und das aus gutem Grund: Diese beiden Unternehmen wickeln derzeit über 70 % aller Einkäufe in den Vereinigten Staaten ab.

Bei der jüngsten Veröffentlichung ihrer Quartalsergebnisse haben die Führungskräfte dieser beiden Unternehmen offenbar nicht versäumt, die Bedrohung durch die derzeitige Explosion dieser an den US-Dollar gekoppelten digitalen Währungen herunterzuspielen. Zudem sind ihre Ergebnisse mit einem Nettogewinn von 8 % für Visa (5,3 Milliarden Dollar) und 18 % für Mastercard (3,7 Milliarden Dollar) weiterhin positiv, was Beobachter jedoch nicht davon abhält, von einer beispiellosen Schwächung ihres Geschäftsmodells zu sprechen.

Ein Zahlungssektor im Umbruch

Ist die Dominanz der aktuellen Zahlungsriesen in Gefahr? Die Entwicklung des Sektors nach der beispiellosen Beschleunigung der Einführung von Stablecoins durch Banken und Einzelhändler seit der Einführung des GENIUS Act scheint darauf hinzudeuten.

Diese historische regulatorische Öffnung ermöglicht nun Zahlungen, die ohne traditionelle und unverzichtbare Zwischenhändler wie Visa und Mastercard auskommen. Das offensichtliche Risiko besteht darin, dass sich der bereits eingeleitete Rückgang der Gebühren, die sie für jede Transaktion erheben, beschleunigt und gleichzeitig ihre traditionelle Rentabilität sinkt.

Von Visa und Mastercard erhobene Gebühren pro Transaktion

Eine Situation, die von Visa und Mastercard bereits seit mehreren Jahren weitgehend erwartet wurde, mit der strategischen und schrittweisen Integration von Zahlungsverfahren mit Kryptowährungen oder Optionen wie Stablecoins, aber auch einer Diversifizierung ihrer Aktivitäten in den Bereichen Beratung und andere Zusatzdienstleistungen.

Gleichzeitig versucht Jesse McWaters, Executive Vice President und Leiter der globalen Politik von Mastercard, die derzeitige Entwicklung herunterzuspielen, indem er erklärt, dass „Stablecoins in Systeme integriert werden müssen, denen die Menschen vertrauen, die die Nutzer schützen, Streitigkeiten lösen und über Grenzen und Plattformen hinweg transparent funktionieren. ”

Oder wie man versucht, sich als Vermittler in einem Markt zu positionieren, der keinen braucht.

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