Home » Angriffe auf die Straße von Hormus, Freigabe von Ölvorräten, Kraftstoffzuschüsse… Ein Überblick über die Öllage an diesem Donnerstag

Angriffe auf die Straße von Hormus, Freigabe von Ölvorräten, Kraftstoffzuschüsse… Ein Überblick über die Öllage an diesem Donnerstag

by Patricia

Während die Befürchtungen vor einer weitreichenden Ölkrise zunehmen, bombardiert der Iran weiterhin die Straße von Hormus. Angesichts dessen haben mehrere Organisationen die Freigabe von Ölreserven angekündigt, während in Frankreich die Forderungen nach einer staatlichen Finanzierung der Kraftstoffkosten zunehmen. Ein Überblick an diesem Donnerstag.
Die Straße von Hormus weiterhin im Visier, Ölversorgung eingeschränkt
In dieser Woche wurden mehrere Schiffe von iranischen Angriffen in der Straße von Hormus getroffen, dem wichtigsten Versorgungsweg für Öl aus dem Nahen Osten. Der Iran nimmt dieses Gebiet weiterhin ins Visier und setzt dabei insbesondere Minenleger ein. Zur Erinnerung: 20 % bis 25 % der weltweiten Ölproduktion werden über die Straße von Hormus transportiert.

Die großen Weltwirtschaftsmächte richten ihren Blick auf die Meerenge und versuchen, die Durchfahrt wieder zu öffnen. Donald Trump bekräftigte seine Drohungen gegen iranische Streitkräfte, die versuchen sollten, die Meerenge zu verminen, während Emmanuel Macron den Einsatz militärischer Begleitschiffe forderte, um die Versorgung wieder in Gang zu bringen. Derzeit bleibt die Situation festgefahren.

Die Zahl der Schiffe, die täglich die Straße von Hormus passieren, ist gesunken

Die Zahl der Schiffe, die täglich die Straße von Hormus passieren, ist gesunken


Der Krieg im Nahen Osten und die Blockade der Versorgung haben den Preis für ein Barrel Brent in die Höhe schnellen lassen. Dieser erreichte am Montag, dem 9. März, 120 Dollar und liegt heute noch bei 96 Dollar. Die Preise an den Tankstellen folgten diesem Trend: Der Liter Diesel hat diese Woche an vielen Tankstellen die 2-Euro-Marke überschritten.
Eine vorübergehende Freigabe von Ölreserven
Angesichts dieser kritischen Lage haben 32 Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus den Notreserven angekündigt, um den Versorgungsengpass auszugleichen. Der US-Energieminister kündigte seinerseits an, dass die Vereinigten Staaten ab nächster Woche 172 Millionen Barrel freigeben würden.
Die Freigabe dieser Reserven bleibt relativ symbolisch: Weltweit werden täglich mehr als 100 Millionen Barrel Öl verbraucht. Dies entspricht jedoch etwa zwanzig Tagen der durch die Straße von Hormus exportierten Mengen. Die Hoffnung ist daher, dass diese Frist ein Ende des Krieges ermöglicht, der stark Gefahr läuft, sich zu verfestigen.
Vorübergehender Rückgang an der Zapfsäule und Aufrufe zur Finanzierung
An diesem Mittwoch kündigten die Verantwortlichen der Supermarktketten Leclerc und Coopérative U in Frankreich Verhandlungen mit den Raffinerien an, um den Preis an der Zapfsäule zu senken. Bis zum Wochenende dürften an den Tankstellen Preissenkungen von 30 Cent pro Liter zu verzeichnen sein. Eine vorübergehende Senkung, die jedoch die Geldbörsen der Franzosen entlasten dürfte.
Angesichts des Preisanstiegs wurden erneut Forderungen nach der Schaffung von Hilfen für die Franzosen laut.
Doch bislang lehnt das Finanzministerium diese Idee entschieden ab: Die Regierung erwägt vielmehr, die Margen zu begrenzen. François Villeroy de Galhau, der Gouverneur der Banque de France, vertrat zudem die Ansicht, dass das Land schlichtweg nicht über die Mittel verfüge, um die Kraftstoffkäufe der Franzosen zu subventionieren:
Wir haben kein Geld mehr. […] Die wirkliche Lösung auf Dauer besteht darin, unsere Energieunabhängigkeit zu erlangen.
Die Augen sind daher weiterhin auf den Nahen Osten gerichtet, am 13. Tag des von den Vereinigten Staaten und Israel ausgelösten Krieges.

Related Posts

Leave a Comment