Strategy, der Marktführer im Bereich Bitcoin Treasuries, hat derzeit nicht nur mit schwierigen Marktbedingungen zu kämpfen, sondern auch mit der Aussicht, dass seine MSTR-Aktie aus den MSCI-Indizes ausgeschlossen wird. Die Folge: Der Kurs hat gerade ein neues, besorgniserregendes Tief erreicht.
Die Strategy-Aktie verzeichnet ein neues Tief
Trotz seiner unbestrittenen und unumstößlichen Spitzenposition bei den auf Bitcoin angewandten Digital Asset Treasuries (DAT) durchlebt das Unternehmen Strategy zu Beginn des Jahres 2026 schwierige Zeiten, sodass es nun Dollar in seiner Kasse hortet, um sich gegen einen möglichen „anhaltenden Krypto-Winter“ abzusichern.
Eine Situation, die auf den ersten Blick im Widerspruch zu seinen massiven BTC-Käufen steht, deren Häufigkeit im Jahr 2025 einen Rekordwert erreichte – so sehr, dass das Unternehmen derzeit über ein Portfolio verfügt, dessen Wert auf über 60 Milliarden Dollar (672.497 BTC) geschätzt wird.
Allerdings scheint diese Position als weltweit größter Bitcoin-Inhaber dem Kurs seiner MSTR-Aktie nicht gerade zuträglich zu sein, der seit seinem letzten historischen Höchststand am 11. Juli dieses Jahres bei 434,58 Dollar um mehr als 65 % und im vergangenen Jahr um fast 50 % gefallen ist.

Der Kurs der MSTR-Aktie von Strategy ist seit ihrem letzten Höchststand um 65 % eingebrochen
Infolgedessen hat die MSTR-Aktie von Strategy gerade ein neues Tief bei rund 192 Dollar erreicht. Ein Kursniveau, das seit dem Beginn ihres schwindelerregenden Anstiegs um 200 % im September 2024 nicht mehr erreicht worden war.
Eine Streichung aus dem MSCI-Index, deren Wahrscheinlichkeit bei 75 % liegt
Die Ursachen für diesen Rückgang scheinen vielfältig zu sein, wobei jedoch der Einbruch des Bitcoin seit seinem letzten historischen Höchststand von 126.000 Dollar an erster Stelle steht.
Nach Ansicht einiger Analysten spielen auch andere Gründe eine Rolle, wie die aggressive Verwässerung der Aktien, der Einbruch der mNAV-Prämie und das Risiko, dass die MSTR-Aktie aus bestimmten wichtigen Börsenindizes ausgeschlossen wird.
Eine weitere aktuelle Entwicklung, deren Wendepunkt zu Beginn dieses Jahres eintreten dürfte, ist die Entscheidung des Börsenindex-Riesen Morgan Stanley Capital International (MSCI), Digital-Asset-Treasuries, die mehr als 50 % Kryptowährungen in ihrem Vermögen halten – wie Strategy –, aus dem Index zu streichen.
Trotz der Versuche des Strategy-Gründers Michael Saylor, sich gegen diese als ungerecht empfundene Entscheidung zu wehren, schätzen die Teilnehmer der Prognosemarktplattform Polymarket die Wahrscheinlichkeit, dass die Streichung der Aktie vor Anfang April wirksam wird, auf 75 % ein.

Die Streichung von Strategy durch den MSCI dürfte mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 % erfolgen
Daher scheint sich die Frage nun darauf zu beschränken, ob der Markt diese Entscheidung des MSCI mit dem aktuellen Kursrückgang der MSTR-Aktie bereits eingepreist hat oder ob sich die Lage im Falle einer tatsächlichen Bestätigung dieser Streichung aus dem Index in den kommenden Wochen noch weiter verschlechtern könnte – umso mehr, wenn Bitcoin keine Anzeichen für eine überzeugende Erholung zeigt.