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Coinbase zieht seine Unterstützung für den Clarity Act zurück, das Weiße Haus ist empört

by Patricia

Coinbase hat angekündigt, seine Unterstützung für den Clarity Act zurückzuziehen, was den Zorn des Weißen Hauses ausgelöst hat. Das Ökosystem braucht eine klare Vision, aber wie Brian Armstrong argumentiert: „Wir ziehen das Fehlen eines Gesetzes einem schlechten Gesetz vor.“ Die zentrale Frage bleibt, wer in diesem Machtkampf um die Zukunft der Renditen auf Stablecoins die Oberhand gewinnen wird: die traditionelle Finanzwelt oder das Kryptowährungs-Ökosystem?

Vertagung der Prüfung: Fortsetzung der Diskussionen zur Verabschiedung des Clarity Act erforderlich

Der für den Gesetzentwurf namens Clarity Act zuständige Senatsausschuss hat beschlossen, dessen Prüfung zu verschieben. Der Vorsitzende des Ausschusses, Senator Tom Scott, erklärte, dass diese Entscheidung darauf abziele, die Diskussionen fortzusetzen, um eine breite Unterstützung zu erreichen, die für die Verabschiedung dieses Gesetzes erforderlich ist.

Dieser Gesetzentwurf ist das Ergebnis einer intensiven Lobbykampagne, die über mehrere Jahre hinweg von der Kryptowährungsbranche unter der Führung von Coinbase geführt wurde. Auf der Gegenseite steht die „Banklobby, die sehr geschickt darin ist, Kongressabgeordnete davon zu überzeugen, ihre Interessen zu schützen”, kritisiert Faryar Shirzad, CPO von Coinbase, in einem Interview mit CNBC.

Es handelt sich in der Tat um eine für die Branche wegweisende Regelung, da sie klare Regeln für alle Aktivitäten des Kryptowährungs-Ökosystems, einschließlich derjenigen, die in den Zuständigkeitsbereich der SEC fallen, festlegen soll.

Der Gesetzentwurf von Präsident Donald Trump oder von Coinbase-CEO Brian Armstrong?

Am Montag, dem 12. Januar, wurde der Text dieses mit Spannung erwarteten Gesetzentwurfs vorgestellt. Nur 48 Stunden später kündigte Coinbase an, seine Unterstützung für das Projekt zurückzuziehen. Der CEO des Unternehmens, Brian Armstrong, erklärte, dass Coinbase nach „Prüfung des Entwurfs des Senats […] den Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form leider nicht unterstützen kann”.

In seiner öffentlichen Erklärung kritisierte er insbesondere „die Aushöhlung der Autorität der CFTC, die Innovationen unterbinden würde, indem sie unter die Aufsicht der SEC gestellt würde”. In seiner jetzigen Form würde der Gesetzentwurf laut Brian Armstrong zu einem Verbot von DeFi führen und damit die Privatsphäre der Amerikaner erheblich beeinträchtigen. Darüber hinaus wäre die Abschaffung der mit Stablecoins verbundenen Prämien laut dem CEO von Coinbase ein Manöver der Banken, um den Wettbewerb zu unterdrücken.

In diesem besonders unübersichtlichen Kontext veröffentlichte die unabhängige Journalistin Eleanor Terrett am Freitag Enthüllungen, die die Twitter-Community erschütterten. Sie beschreibt ein wütendes Weißes Haus angesichts der einseitigen Entscheidung, die Coinbase am Mittwoch getroffen hat und über die es zuvor nicht informiert worden sein soll.

Das Weiße Haus erwägt offenbar, seine Unterstützung für den Gesetzentwurf zurückzuziehen, sollte Coinbase nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren. Eleanor Terrett schließt mit einem Zitat einer Quelle aus dem Umfeld der Trump-Regierung: „Letztendlich ist es der Gesetzentwurf von Präsident Trump, nicht der von Brian Armstrong.“

Aus diesen Gesprächen geht hervor, dass die Unterstützung des Weißen Hauses für den Clarity Act nur an einem seidenen Faden hängt, der vom Ausgang der Verhandlungen zwischen Coinbase und den Banken abhängt. Im Mittelpunkt dieser Debatte steht die Frage der Gewährung von Renditen auf Stablecoins.

Stablecoins: ein entscheidender Machtkampf zwischen Banken und der Kryptoindustrie um die Aufteilung der Ersparnisse der Amerikaner

Die zentrale Frage ist, ob die mit dem Besitz von Stablecoins verbundenen Renditen beibehalten werden können oder ob das Risiko der Umleitung von Einlagen aus traditionellen Sparkonten eine zu große Gefahr für die Finanzstabilität darstellt.

Die Einnahmen aus Stablecoins sind zu einem zentralen Hebel für die Dynamik des Kryptowährungsmarktes geworden. Coinbase profitierte von einem erheblichen Zustrom von Nutzern und Kapital nach einer Vereinbarung zur Aufteilung der Einnahmen mit Circle, dem Emittenten des USDC.

In diesem Rahmen erhält Coinbase die gesamten Einnahmen aus den auf seiner Plattform gehaltenen USDC sowie 50 % der Einnahmen aus USDC auf anderen Plattformen.

Diese Faktoren zeigen, dass dieser besonders lukrative Markt für Coinbase von großem strategischem Interesse ist.

Der Clarity Act scheint eine entscheidende Regelung für die Zukunft des Kryptowährungssektors zu sein. Es bleibt abzuwarten, wer in diesem Machtkampf die Oberhand gewinnen wird: die traditionelle Finanzwelt oder das Krypto-Ökosystem?

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