Die US-Verschuldung steigt weiter an, und zwar schneller denn je. Steuert die US-Wirtschaft auf eine Katastrophe zu? Ja, meint ein unabhängiger Analyst, der Alarm schlägt. Angesichts dieser Entwicklung könnten alternative Anlagen, darunter Kryptowährungen, davon profitieren.
Die US-Verschuldung steigt schneller denn je
Die Peter G. Peterson Foundation, eine überparteiliche Organisation, die sich für die Haushaltsnachhaltigkeit der Vereinigten Staaten einsetzt, schlägt diese Woche Alarm. In einem Bericht weist sie darauf hin, dass die US-Schulden, die bereits ein gigantisches Ausmaß erreicht haben, noch schneller wachsen. Innerhalb von zwei Monaten sind die Schulden um 1 Billion Dollar gestiegen.
Um diese Zahl zu veranschaulichen, kann man sagen, dass die US-Schulden im vergangenen Jahr um 71.253 Dollar pro Sekunde gestiegen sind, was einem Anstieg von 6,1 Milliarden Dollar pro Tag entspricht. Derzeit belaufen sie sich auf über 38.000 Milliarden Dollar.
Laut Michael Peterson ist die Lage daher kritischer denn je:
Wenn man den Eindruck hat, dass sich die Schulden schneller denn je anhäufen, dann liegt das daran, dass dies tatsächlich der Fall ist. Vor nur zwei Monaten haben wir die 37-Billionen-Marke überschritten, und das aktuelle Tempo ist doppelt so hoch wie das seit 2000 beobachtete.
Stetig steigende Werte
Laut der in dieser Woche veröffentlichten Analyse ist das derzeitige Wachstum „untragbar” und hat sich seit Beginn des Shutdowns in den Vereinigten Staaten noch weiter verstärkt:
Die derzeitige Politik ist nicht tragbar.
Die Beschleunigung des Anstiegs ist insbesondere auf Defizitausgaben, Zinserhöhungen sowie die Auswirkungen der seit Anfang des Monats stillgelegten öffentlichen Dienste zurückzuführen.
Die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump hat darüber hinaus dazu beigetragen, potenzielle Einnahmequellen für den Staat zu schmälern. Der von vielen Ökonomen kritisierte „Big Beautiful Bill” vom Juli 2025 sah eine Erhöhung der Steuerabzüge, eine Anhebung der Schuldenobergrenze sowie eine dauerhafte Verlängerung der Steuersenkungen vor.
Seit diesem Sommer hatte auch das Committee for a Responsible Federal Budget (CRFB) Alarm geschlagen und geschätzt, dass das Gesetz die Verschuldung innerhalb von zehn Jahren um mehrere Billionen Dollar erhöhen würde. Die erste Billion wurde gerade in zwei Monaten erreicht.
Die Verschuldung, eine immer schwerer werdende Last für die westlichen Volkswirtschaften
Die Schuldenlast ist ein Problem, das viele westliche Länder betrifft… Darunter auch Frankreich, das derzeit in einer Haushaltskrise steckt. In Frankreich beläuft sich die Verschuldung auf 3.416 Milliarden Dollar, was 113 % des BIP entspricht. Die Vereinigten Staaten sind mit 120 % des BIP laut den neuesten verfügbaren Daten ähnlich hoch verschuldet.
Daraus zieht Michael Peterson eine eindeutige Schlussfolgerung:
Die Schulden um Billionen um Billionen zu erhöhen und durch die Bewältigung von Haushaltskrisen zu regieren, ist keine Art, eine große Nation zu führen.
Digitale Vermögenswerte als Alternative?
Angesichts dieser Schuldenwand, die zum jetzigen Zeitpunkt unüberwindbar erscheint, tendieren alternative Vermögenswerte dazu, zu steigen. Gold hat im Laufe des Jahres 2025 einen Rekord nach dem anderen gebrochen, da Investoren sich auf diesen sicheren Hafen stürzten.
Auch Bitcoin erreichte Anfang Oktober einen absoluten Rekord… Auch wenn es seitdem eher abwärts ging. Die Flucht in risikoreiche Anlagen kann auch Aktien betreffen – die Wall Street hat in den letzten Monaten ebenfalls eine gute Performance gezeigt.
Angesichts eines schwankenden Dollars und einer alles andere als stabilen makroökonomischen Lage könnte dieser Trend also von Dauer sein.
Quelle: US Debt Clock, Fortune