Hyperliquid, bekannt für seine schnell wachsende Perpetual-DEX, hat gerade seine eigene native Stablecoin, die USDH, angekündigt. Die USDH wird direkt auf Hyperliquid ausgegeben und könnte zum Eckpfeiler eines vollständigen und autarken Ökosystems werden.
Hyperliquid will seinen eigenen Stablecoin
Von einer permanenten DEX zu einem echten Ökosystem. Hyperliquid ist weit mehr als nur eine Kryptowährungs-Handelsplattform und verfügt heute über zahlreiche Tools, um seine Dominanz weiter auszubauen, darunter Builder Codes, HIP-3 und CoreWriter. Die HyperEVM, auf der zahlreiche Protokolle entwickelt werden, weist heute einen TVL von 3,18 Milliarden Dollar auf.
Einer der Eckpfeiler von Hyperliquid sind Stablecoins. Genauer gesagt der USDC, der Stablecoin von Circle, der auch der zweitgrößte des Marktes ist. Der Grund dafür ist einfach: Um auf Hyperliquid zu handeln, muss man Liquidität bereitstellen, indem man USDC über eine Arbitrum-Hyperliquid-Brücke einzahlt. Das Duo USDC-Hyperliquid ist mittlerweile für alle DEX-Nutzer selbstverständlich, aber das könnte sich sehr bald ändern. Die Teams von Hyperliquid haben gerade angekündigt, dass das Ökosystem bald über eine eigene native Stablecoin verfügen wird: den USDH.

Konkret erfahren wir hier, dass Hyperliquid den Ticker USDH reserviert hat, um einen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin auf den Markt zu bringen. Der Prozess zur Einführung des USDH wird auf die gleiche Weise wie bei Delistings durchgeführt, d. h. über das etablierte On-Chain-Governance-System. Die Validatoren müssen das Entwicklerteam auswählen, das ihnen für die Überwachung dieser neuen Stablecoin am besten geeignet erscheint. Über einen speziellen Kanal ist es bereits möglich, sich zu bewerben.
Die Art und Weise, wie der USDH besichert werden soll, wurde bei der Ankündigung nicht angesprochen.
Im Gegensatz zum USDC wird der USDH nativ auf Hyperliquid ausgegeben. Dies bedeutet weniger technische Risiken (insbesondere Brücken), aber auch eine bessere Integration in die Produkte der Plattform: Sicherheiten für Derivate, Spot-Handel und sogar die zukünftige Verwendung in DeFi-Anwendungen, die auf HyperEVM basieren.
Reduzierte Gebühren und permissionless Listing
Eine weitere Neuerung wird im Bereich des Handels erwartet. Konkret werden die Taker-Gebühren für Spot-Paare von Quote Assets (USDC/USDT, USDE/USDC usw.) um 80 % reduziert, und auch die Rabatte für Maker werden um 80 % reduziert. Um Missbrauch zu vermeiden, werden die für die Nutzer auf diesen Paaren registrierten Volumina ebenfalls um 80 % reduziert.
Mit der 80-prozentigen Senkung der Gebühren könnten sich Arbitrage und Hochfrequenzhandel ernsthaft auf Hyperliquid etablieren. Dies würde neue Akteure anziehen, die Liquidität bringen und automatisch die Spannen zwischen Kauf- und Verkaufspreisen (Spread) verringern würden. Dadurch würde sich das Handelserlebnis dem einer zentralisierten Börse annähern, jedoch mit der Transparenz einer DEX und der Effizienz eines On-Chain-Orderbuchs.
Schließlich hat Hyperliquid angekündigt, dass die Spot-Paare von Quote Assets bald permissionless sein werden, d. h. dass jeder (gegen eine Mindestanzahl an HYPE-Token im Staking) ein neues Paar dieser Art starten kann. Es wird auch ein Slashing-Verfahren eingeführt, um Missbrauch zu verhindern.