Während die Welt sich Sorgen über eine mögliche Blockade der Straße von Hormus macht, hat Donald Trump gegenüber dem iranischen Regime kein Blatt vor den Mund genommen. Werfen wir einen Blick auf die Drohungen des US-Präsidenten.
Donald Trump droht dem iranischen Regime angesichts möglicher Blockaden der Straße von Hormus
Angesichts des Krieges im Iran sorgt die Lage an der Straße von Hormus seit einigen Tagen für Aufsehen, während die Welt angesichts einer möglichen Blockade dieses Seewegs, der die Verbindung zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman sicherstellt, eine Verknappung von Kohlenwasserstoffen befürchtet.
Derzeit scheinen die Schiffe trotz des eingeschränkten Verkehrs das Gebiet noch passieren zu können, wie insbesondere das Echtzeit-Tracking-Tool VesselFinder zeigt:

Live-Schiffsverkehr in der Straße von Hormus
Am Montag erklärte Emmanuel Macron, Frankreich bereite gemeinsam mit seinen Partnern eine „rein defensive“ Operation vor, um die Schiffe vor Ort zu eskortieren. Donald Trump seinerseits äußerte sich in der Nacht auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social in einer eher… trumpistischen Weise:
Sollte der Iran irgendetwas unternehmen, das den Ölfluss in der Straße von Hormus unterbricht, werden die Vereinigten Staaten von Amerika ihn zwanzigmal härter treffen als bisher. Darüber hinaus werden wir leicht zerstörbare Ziele ausschalten, wodurch der Wiederaufbau des Iran als Nation praktisch unmöglich wird. Tod, Feuer und Zorn werden über sie hereinbrechen. Aber ich hoffe und bete, dass es nicht dazu kommt! Dies ist ein Geschenk der Vereinigten Staaten von Amerika an China und an alle Nationen, die die Straße von Hormus intensiv nutzen. Hoffen wir, dass diese Geste sehr geschätzt wird.
Strategisch gesehen spielt die Straße von Hormus in der Tat eine entscheidende Rolle, da sie den Golfstaaten den Zugang zum Rest der Welt über den Seeweg ermöglicht. Auch wenn es noch nicht zu einer Verknappung gekommen ist, konnten wir bereits beobachten, wie die Menschen an die Tankstellen strömten – sowohl aus Angst vor einer möglichen Verknappung als auch aufgrund von Herdenverhalten.
Wie dem auch sei, die aktuelle Krise macht sich am Ölpreis bemerkbar. Seit den israelisch-amerikanischen Luftangriffen ist der WTI-Preis um mehr als 29 % gestiegen, während Brent einen Anstieg von 24 % verzeichnet:

Brent-Kurs auf Tagesbasis
Sollte sich die Lage weiter verschärfen, könnten die Preise weiter steigen, doch ist Vorsicht geboten, wenn Sie Ihr Glück an den Finanzmärkten versuchen möchten. Es sei nämlich darauf hingewiesen, dass WTI und Brent seit ihrem Höchststand am Montag bereits um 23 % bzw. 20 % korrigiert haben und dass eine mögliche Verschärfung der Krise möglicherweise bereits in den Kursen eingepreist ist.