Derzeit soll eine Phishing-Aktion auf französische Steuerzahler abzielen, die Kryptowährungen besitzen, um deren Wallets zu plündern. Seien Sie vorsichtig bei Websites, die vorgeben, „vereinfachte Online-Steuererklärungen“ anzubieten. Wir erklären Ihnen alles.
Eine Krypto-Phishing-Kampagne zielt auf französische Steuerzahler ab
Zyklen betreffen nicht nur den Kryptowährungsmarkt, sondern auch Kriminelle, die darauf lauern, die Wallets ihrer Besitzer bei jährlich wiederkehrenden Ereignissen, wie beispielsweise der Steuererklärungssaison, zu leeren.
Ein Steuerverfahren, das gerade komplex genug ist, um scheinbar praktische Schritte wie eine „vereinfachte Online-Steuererklärung“ einzubauen. Das Problem? Diese auf den ersten Blick seriös wirkenden Websites dienen oft als Köder, um Kryptowährungsbesitzer in gezielte Phishing-Angriffe zu locken.

Beispiel einer Benutzeroberfläche, die sich als offizielle Website der Steuerbehörde ausgibt
Eine Tatsache, die kürzlich von der Website für digitale Ermittlungen und Cybersicherheit Osgard im Rahmen einer eingehenden Untersuchung einer „Inferno-Drainer-Kampagne, die derzeit auf französische Steuerzahler abzielt“, erneut ans Licht gebracht wurde.
Dieser Bericht stellt eine neue Phishing-Kampagne vor, die Inferno Drainer nutzt, um gezielt französische Steuerzahler anzusprechen, die Kryptowährungen besitzen, und zwar über gefälschte Websites, die das Steuerportal imitieren. Die Angreifer nutzen die aktuellen Entwicklungen bei der Besteuerung von Wallets, um die Opfer dazu zu verleiten, ihre Vermögenswerte durch die Verknüpfung ihres Wallets zu „deklarieren“, und verwandeln diesen Verwaltungsschritt in eine Operation zum Abziehen von Geldern.
Osgard
Eine besorgniserregende Eskalation bei der Ausnutzung aktueller regulatorischer Entwicklungen
Tatsächlich basiert diese Phishing-Kampagne auf der Nutzung der Software „Inferno Drainer“, einem gebrauchsfertigen „Drainer-as-a-Service“, der es jeder skrupellosen Person ermöglichen soll, eine schlüsselfertige Phishing-Prozedur zu erstellen, um allzu leichtgläubige Opfer in die Falle zu locken.
Nach Schätzungen der Experten der Website Osgard soll die aufgedeckte – und derzeit noch andauernde – Kampagne bereits „mehr als 30.000 Opfer und Verluste in Höhe von 9 Millionen Dollar in den letzten sechs Monaten“ verursacht haben, im Rahmen dessen, was als „besorgniserregende Eskalation bei der Ausnutzung aktueller regulatorischer Entwicklungen“ erscheint.
Tatsächlich nutzen Kriminelle die Komplexität und die aktuellen steuerlichen Entwicklungen aus, um Steuerzahler zu täuschen, indem sie ihnen anbieten, ihre Krypto-Wallets zu verbinden, um eine automatische Berechnung ihrer steuerpflichtigen Beträge durchzuführen, was zur sofortigen und unwiderruflichen Entziehung der Gelder führt.
Über das direkte finanzielle Risiko für die Nutzer hinaus (Inferno Drainer hat bereits Verluste in Millionenhöhe verursacht) untergräbt diese Kampagne das Vertrauen in staatliche Online-Dienste und verdeutlicht die Fähigkeit der Angreifer, kriminelle Infrastrukturen rasch wiederzuverwenden.
Osgard
Bislang wurden von den Spezialisten von Osgard drei Websites eindeutig identifiziert. Der beste Weg, sich davor zu schützen, besteht darin, die eigene Krypto-Wallet niemals mit einer Website zu verbinden, deren Echtheit unklar ist; am besten ist es, immer von der offiziellen Website der Steuerbehörde auszugehen.