Ein Ansturm auf sichere Anlagen? Der Goldpreis hat gestern einen neuen absoluten Rekordwert erreicht, während als riskant geltende Anlagen tendenziell an Wert verlieren. Wir werfen einen Blick auf den Durchbruch des gelben Metalls und was dies über die aktuellen makroökonomischen Umstände aussagt.
Goldpreis erreicht neuen Allzeithochstand
Der Goldpreis hat in der Nacht einen neuen Allzeithochstand erreicht und erstmals die Schwelle von 3.508 Dollar pro Unze überschritten. Das gelbe Metall legte im Wochenverlauf um 4,6 % zu, bevor es seinen ATH erreichte:

Im Gegensatz dazu tendierte der Kurs von Bitcoin (BTC), das manchmal als „digitales Gold” bezeichnet wird, eher nach unten. Die Kryptowährung verlor am Donnerstag 4,6 % und bewegt sich seitdem in einer Spanne zwischen 107.000 und 110.000 Dollar. Im Wochenverlauf stagnierte BTC um 0,01 %.
Makroökonomische Unsicherheiten in den Vereinigten Staaten
Auslöser für diesen Ansturm auf Gold scheinen die Inflationsdaten zu sein, die letzte Woche in den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurden. Sie fielen schlechter als erwartet aus und lösten eine Reihe von Verkäufen risikoreicher Anlagen aus, darunter auch Bitcoin.
Es sei auch daran erinnert, dass ein Bundesberufungsgericht am vergangenen Freitag entschieden hat, dass die von den Vereinigten Staaten gegenüber dem Rest der Welt erhobenen Zölle größtenteils rechtswidrig sind. Dies trug zur Unsicherheit bei.
Hervorzuheben ist auch, dass die Anleger auf mehrere wichtige Daten aus den USA warten: So werden wir diese Woche die Beschäftigungszahlen erfahren.
Außerdem sind alle Augen auf die Federal Reserve gerichtet: Die US-Notenbank könnte im September ihre Zinsen senken. Eine solche Entscheidung würde sicherlich zu einer Aufhellung der Märkte führen, ist aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher.
Gold bleibt einer der leistungsstärksten Vermögenswerte des Jahres 2025
Im Gegenzug stieg der Kurs von Gold, das als der sichere Hafen schlechthin gilt, auf den Rekordwert dieser Nacht.
Gold bleibt einer der profitabelsten Vermögenswerte in einem Jahr, das reich an geopolitischen Wendungen war. Seit Januar hat es 34 % zugelegt. Zum Vergleich: BTC hat im gleichen Zeitraum 19 % zugelegt.