Nachdem bereits vor einigen Monaten Gerüchte aufgekommen waren, deutet ein neuer Bericht darauf hin, dass JPMorgan sich darauf vorbereitet, durch Kryptowährungen besicherte Kredite anzubieten. Was ist dran an dieser Meldung?
JPMorgan wird bis Ende des Jahres Kredite gegen Kryptowährungen vergeben
Wenn es um die Diskrepanz zwischen den Aussagen der Banken zu Kryptowährungen und ihren Handlungen in dieser Branche geht, ist JPMorgan ein sehr anschauliches Beispiel. Im Mai dieses Jahres haben wir uns übrigens ausführlicher mit dieser „Ich liebe dich, ich liebe dich nicht”-Beziehung befasst.
Wie dem auch sei, die größte Bank der Vereinigten Staaten sorgte am Freitag erneut für Schlagzeilen, nachdem Bloomberg berichtet hatte, dass JPMorgan bis Ende des Jahres durch Kryptowährungen besicherte Kredite anbieten wolle.
Unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen heißt es in dem Bericht, dass dieses Angebot weltweit verfügbar sein soll und dass Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) als Sicherheit verwendet werden könnten. Bislang hat sich die Bank zu diesem Thema nicht geäußert.
Trotz der wenigen zusätzlichen Informationen erinnert dies an einen Bericht der Financial Times vom vergangenen Juli, in dem ebenfalls von ähnlichen Plänen die Rede war. Im Juni hatte auch Bloomberg über Arbeiten an diesem Lombardkreditmodell berichtet, diesmal mit Anteilen des IBIT-ETF von BlackRock.
Auch wenn noch eine offizielle Bestätigung aussteht, werden die Gerüchte mit zunehmender Übereinstimmung der Quellen immer konkreter, und die Einführung eines solchen Produkts würde einen wichtigen Wendepunkt darstellen.
In der Zwischenzeit liegt der Preis für BTC zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei 111.300 US-Dollar und ist damit in den letzten 24 Stunden stabil geblieben, während ETH bei 3.930 US-Dollar gehandelt wird, was einem Rückgang von 1,3 % entspricht.