Seit mehreren Jahren hat sich die Korrelation zwischen der Strategy-Aktie (ehemals MicroStrategy) und dem Bitcoin-Kurs deutlich verstärkt. Diese Beziehung ist nicht unbedeutend: Strategy ist aufgrund seiner Strategie des massiven Aufbaus von BTC-Beständen in der Bilanz zu einem Börsen-Proxy für Bitcoin geworden. Entdecken Sie die technische Analyse von Vincent Ganne.
Die Strategy-Aktie, Vorläufer von Bitcoin
In der Vergangenheit hat die Strategy-Aktie oft gezeigt, dass sie die Kursbewegungen von Bitcoin vorwegnehmen kann, insbesondere in Phasen von Marktwendepunkten und Ausbrüchen.
In Stressphasen neigt die Strategy-Aktie zu stärkeren Korrekturen, erholt sich aber auch schneller, sobald sich die Marktstimmung verbessert. Dieses Verhalten macht sie zu einem interessanten Frühindikator für die Analyse potenzieller Erholungsphasen von Bitcoin, insbesondere in technisch überverkauften Situationen wie der derzeit beobachteten.
Achtung: Termin am 15. Januar für Strategy
Der Januar birgt jedoch ein wichtiges Ereignis für Strategy, das zur Vorsicht mahnt: den 15. Januar im Zusammenhang mit der Anpassung der MSCI-Indizes. Eine Aufnahme, Beibehaltung oder im Gegenteil ein teilweiser Ausschluss aus einem wichtigen Index kann kurzfristig zu erheblicher Volatilität führen, unabhängig von den Fundamentaldaten oder der technischen Struktur.
Diese Anpassungen führen oft zu mechanischen Kapitalflüssen, die plötzliche Kursbewegungen auslösen können, die manchmal im Widerspruch zum Grundtrend stehen.
Auch wenn das technische Umfeld für eine Erholung spricht, sollten Anleger im Vorfeld dieses Termins wachsam bleiben, da er die Kursbewegungen der Strategy-Aktie vorübergehend verzögern oder verstärken könnte. Es sei denn, all dies ist bereits in den Kursen eingepreist. Bleibt Strategy hingegen in den MSCI-Indizes, wird es zu einer sehr starken Erholung des Aktienkurses kommen.
Eine günstige Grundlage für eine technische Erholung von BTC und Strategy
Gerade aus technischer Sicht sprechen mehrere übereinstimmende Signale für eine technische Erholung im Januar, sowohl für Strategy als auch für Bitcoin. Die Tages- und Wochencharts von Strategy zeigen, dass wichtige Unterstützungszonen erreicht wurden, die in früheren Akkumulationsphasen gebildet wurden.
Die Momentum-Oszillatoren (siehe unten den technischen Indikator DSS BRESSERT) zeigen einen fortgeschrittenen überverkauften Zustand an, begleitet von bullischen Divergenzen, die oft Vorboten einer kurz- bis mittelfristigen Trendwende sind.
Was Bitcoin betrifft, spielt die psychologische Schwelle von 100.000 Dollar eine entscheidende technische Rolle und könnte bis Ende Januar getestet werden.



Zusammenfassend lässt sich sagen: Auch wenn aufgrund der institutionellen Fälligkeiten Mitte Januar kurzfristig weiterhin Vorsicht geboten ist, deuten die aktuellen technischen Bedingungen darauf hin, dass Strategy und Bitcoin im Laufe des Januars in eine Phase der technischen Erholung eintreten könnten.
Für Anleger geht es weniger darum, einen sofortigen neuen Bullenmarkt zu antizipieren, als vielmehr darum, nach einer ausgeprägten Korrekturphase im vierten Quartal 2025 eine Atempause zu erkennen.
Wie so oft könnte die Reaktion von Strategy das Tempo für die nächste Bewegung von Bitcoin vorgeben, das nach wie vor von einer sehr bullischen Dynamik der globalen M2-Liquidität profitiert.