Während die US-Notenbank eine neue Entscheidung über die Leitzinsen treffen muss, hat Donald Trump, wie es seine Art ist, Jerome Powell erneut kritisiert. Was sagt er?
Donald Trump greift Jerome Powell erneut an
Abgesehen von Zollerhöhungen ist es eine der Lieblingsbeschäftigungen von Donald Trump, wenn er versucht, die US-Wirtschaft zu beeinflussen, die Geldpolitik von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank, zu kritisieren.
Am Montag veröffentlichte der US-Präsident daher auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social eine lange Tirade, in der er sowohl die Entscheidungen der Justiz bezüglich seiner berühmten „Zölle“ in Frage stellte als auch die Gelegenheit nutzte, Jerome Powell erneut zu kritisieren:
Die Gerichte behandeln die Republikaner und mich so ungerecht und scheinen stets diejenigen zu schützen, die es nicht verdient hätten. Sie sind extrem politisiert. Was zählt, ist nicht der Sachverhalt, sondern der Richter! Wie kommt es beispielsweise, dass dieser absolut katastrophale Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome „Too Late“ Powell, nicht einmal wegen seiner erbärmlichen Arbeit untersucht wird?
Im weiteren Verlauf bleibt der Betroffene in Bezug auf den Fed-Chef und die Justiz bei seiner Meinung:
Ich habe Jerome „Too Late“ wegen seiner miserablen Bilanz während seiner gesamten Amtszeit scharf kritisiert, die entweder auf grobe Inkompetenz, völlige Unehrlichkeit oder beides zurückzuführen ist. Als Reaktion auf diese völlig berechtigte Kritik werde ich, wie üblich, heftig und zu Unrecht von einem abwegigen, widerwärtigen, unehrlichen und völlig unkontrollierbaren Richter namens James Boasberg angeklagt, einem Mann, der in extremem Maße am Trump-Syndrom leidet und seit Jahren gegen meine Leute und mich vorgeht.
Wie dem auch sei, die Fed hält derzeit eine FOMC-Sitzung ab, und Jerome Powell dürfte am Mittwoch die letzte Ankündigung seiner Amtszeit bezüglich der Leitzinsen vornehmen. Sehr zum Missfallen von Donald Trump dürften diese laut Daten der CME Group im Bereich zwischen 3,5 % und 3,75 % bleiben:

Prognosen zur nächsten Zinsentscheidung der Fed
Nachdem die Fed die Zinssätze im Juli 2023 als Reaktion auf die Auswüchse der COVID-Krise auf 5,5 % angehoben hatte, begann sie ab September 2024 mit Zinssenkungen, während das aktuelle Niveau dem des Herbstes 2022 entspricht.
Angesichts einer Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten in Höhe von fast 38,8 Billionen Dollar spielen die Zinssätze eine Rolle dabei, wie schnell eine Regierung diese Verschuldung weiter erhöht. Dennoch ist die Verschuldung der Vereinigten Staaten seit der Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus im Januar 2025 um 7,18 % gestiegen.