Gold und Silber haben diese Woche einen absoluten Rekord erreicht. Die Edelmetalle werden von den Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen Donald Trump und der Federal Reserve getragen, der nach der Vorladung von Jerome Powell neue Höhen erreicht hat.
Spannungen zwischen der Fed und Donald Trump erschüttern die Edelmetallmärkte
Die Spannungen zwischen der Federal Reserve und Donald Trump bestehen seit Beginn der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten. Diese Woche hat der Konflikt jedoch eine neue Stufe erreicht: Jerome Powell wurde vorgeladen und muss mit einer möglichen Strafverfolgung rechnen. Der Fed-Präsident erklärte, dass diese Strafverfolgung nur ein Vorwand sei und ein Ziel verfolge: eine Institution zu schwächen, die der Präsident nicht kontrollieren kann. Angesichts dieser Bedrohungen für die Stabilität des Landes reagierten die Edelmetallmärkte. Der 5.000-Unzen-Goldbarren erreichte gestern mit 8.629 Dollar einen absoluten Rekordwert. Dies entspricht einem Anstieg von 8 % innerhalb weniger Stunden. Zur Erinnerung: Das Edelmetall hat in den letzten Monaten einen Rekord nach dem anderen gebrochen, und die geopolitischen Spannungen haben diesen Trend nur noch verstärkt:

Bei Gold ist der Trend derselbe. Auch das gelbe Metall hat seit dem 11. Januar einen Sprung gemacht. Es erreicht mit einem Anstieg von 2,7 % einen absoluten Rekordwert von 4.630 Dollar pro Unze. Auch Gold hat in den letzten Monaten einen Rekord nach dem anderen gebrochen.
Auswirkungen auf andere Märkte
Bitcoin, manchmal auch als „digitales Gold” bezeichnet, konnte nicht von derselben Begeisterung profitieren. Der Kurs der Kryptowährung fiel im Laufe der Woche um 1,1 %. Auch die Wall Street zeigt sich zögerlich: Der Nasdaq schloss gestern mit einem Plus von 0,08 %. Der S&P 500 lag gestern zum Börsenschluss bei 0,16 %. Auch der CAC 40 scheint zu zögern: Der französische Index lag um 11 Uhr bei -0,29 %. Das gleiche Szenario bot sich beim deutschen DAX (-0,14 %) und dem britischen FTSE (+0,05 %).
Im Mai soll der Präsident der Federal Reserve sein Amt niederlegen. Donald Trump hat bereits einen Nachfolger vorgesehen, da er mehr Einfluss auf die eigentlich unabhängige Regulierungsbehörde nehmen möchte. Dieses Manöver könnte für den US-Präsidenten jedoch riskant sein. Unter den Republikanern sind kritische Stimmen zu hören, die eine finanzielle Destabilisierung befürchten.
Darüber hinaus arbeiten laut Informationen von Bloomberg internationale Zentralbanken an einer gemeinsamen Erklärung zur Unterstützung des Präsidenten der US-Notenbank. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) soll diese Initiative anführen, die die Kluft zwischen der US-Wirtschaft und dem Rest der Welt noch weiter vertiefen würde.