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Missbrauch von Gesellschaftsvermögen und Einflussnahme: Zwei Parlamentarier fordern eine Untersuchung der Übernahme von Exaion durch MARA

by Thomas

Letzte Woche haben Senator Dany Wattebled und Abgeordneter Philippe Latombe der nationalen Finanzstaatsanwaltschaft einen brisanten Fall bezüglich der Übernahme von Exaion durch MARA vorgelegt. Was ist davon zu halten?

Zwei Parlamentarier wenden sich wegen der Übernahme von Exaion durch MARA an die nationale Finanzstaatsanwaltschaft

Seit der Ankündigung einer möglichen Übernahme von Exaion, einer Tochtergesellschaft von EDF, durch den Bitcoin-Mining-Giganten (BTC) MARA, wurde viel über die damit verbundenen Fragen der Souveränität diskutiert.

Nachdem sich bereits einige Politiker mit dem Fall befasst haben, sind nun Senator Dany Wattebled und Abgeordneter Philippe Latombe an der Reihe. Wie die Zeitung La Lettre berichtet, haben die Parlamentarier letzte Woche eine Anzeige bei der nationalen Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) eingereicht, in der sie die laufende Transaktion anprangern und eine gründliche Untersuchung fordern.

So La Lettre berichtet, dass Fatih Balyeli, Generaldirektor von Exaion, und Laurent Bernou-Mazars, Technischer Direktor des Unternehmens, am 17. Februar 2023 mit einer Investition von etwas mehr als 126.000 Euro insgesamt 5,75 % des Kapitals von Exaion erworben haben. Am 25. Juli dieses Jahres erhielten die beiden Beteiligten Gratisaktien, wodurch sich ihre jeweiligen Beteiligungen auf 4,25 % für den ersten und 3,21 % für den zweiten erhöhten.

Mit der Übernahme von Exaion durch MARA und der damit verbundenen Aufwertung von Exaion könnten Fatih Balyeli und Laurent Bernou-Mazars fast 1,69 Millionen Euro bzw. 1,27 Millionen Euro einnehmen, was einer Rendite von mehr als 2.000 % in zwei Jahren entspricht.

Darüber hinaus werden auch die Zuteilung von Gratisaktien und Aktienbezugsrechten an die Unternehmensleitung in Höhe von 20 % des Kapitals von Exaion im Februar dieses Jahres sowie die Absicht von MARA, 15 % der Aktien an das Management von Exaion zu vergeben, kritisiert.

Insgesamt geht der Bericht von einer möglichen „persönlichen Bereicherung von über 33 Millionen Euro” für die beiden oben genannten Führungskräfte aus.

Darüber hinaus haben die beiden Abgeordneten die Verbindungen zwischen Mara und Gérard Mestrallet, dem ehemaligen CEO von Engie und Sonderbeauftragten von Emmanuel Macron für die Energiepartnerschaft zwischen Frankreich und Marokko sowie für den Wirtschaftskorridor Indien-Naher Osten-Europa (IMEC), hervorgehoben. Der Betroffene ist zwar weiterhin im Amt, wurde jedoch im August letzten Jahres zum Berater von MARA ernannt.

Im Allgemeinen bleibt das Dokument nicht zurück, was die zur Beschreibung dieser Transaktion verwendeten Adjektive angeht, und erwähnt Verdachtsmomente wie Einflussnahme, Missbrauch von Gesellschaftsvermögen, illegale Vorteilsnahme und sogar Betrug in organisierter Form.

Die Angelegenheit bleibt also weiter spannend, denn dieser heikle Fall dürfte auch in den kommenden Wochen für Gesprächsstoff sorgen.

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