Seit Anfang des Jahres sind Akteure aus dem Kryptowährungssektor von einer beispiellosen Zunahme gewalttätiger Übergriffe und Entführungen betroffen. Angesichts dieser kritischen Situation möchte die Regierung reagieren, indem sie die Adressen von Unternehmensleitern verbergen lässt.
Frankreich: Ein Dekret zum Schutz von Krypto-Unternehmern vor Entführungen
Seit einigen Monaten ist die Sicherheit von Unternehmern, die im Kryptowährungssektor tätig sind, zu einer Priorität geworden. Tatsächlich kommt es immer häufiger zu gewalttätigen Entführungen und Freiheitsberaubungen mit dem Ziel, Lösegeld zu erpressen.
Angesichts dieser Situation wurde Frankreich schnell als besonders gefährliches Reiseziel identifiziert, da seit Jahresbeginn mehr als ein Viertel der Angriffe dieser Art auf seinem Territorium stattfanden. Es war daher dringend notwendig, zu reagieren.
Aus diesem Grund hat der Abgeordnete Paul Midy im Juni einen Gesetzentwurf eingebracht, der es Krypto-Unternehmern – und anderen – ermöglichen soll, ihre persönlichen Adressen im Rahmen der Veröffentlichung offizieller Dokumente im Zusammenhang mit ihren Unternehmen nicht preiszugeben.
Ein Dekret, das Justizminister Gérald Darmanin soeben als seit Sonntag, dem 24. August, in Kraft getreten angekündigt hat.
Nun ist es soweit: Auf meine Initiative hin und auf Vorschlag meiner Freundin Olivia Grégoire wurde heute Morgen ein Dekret veröffentlicht, das gemeinsam mit Eric Lombard und Véronique Lowagie erlassen wurde und es ermöglicht, die persönlichen Adressen von Führungskräften im Handels- und Gesellschaftsregister zu verbergen, um ihre Privatsphäre besser zu schützen und somit ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Gérald Darmanin
Nun ist es soweit: Auf meine Initiative und auf Vorschlag meiner Freundin @oliviagregoire wurde heute Morgen ein Dekret veröffentlicht, das gemeinsam mit @Eric_R_Lombard und @VeroLouwagie erlassen wurde, das es ermöglicht, die persönlichen Adressen von Führungskräften im Handelsregister zu verbergen und…
— Gérald DARMANIN (@GDarmanin) 24. August 2025
Adressen von Unternehmensleitern verbergen
Dieser Gesetzesvorschlag ging auf die Initiative von Olivia Grégoire, stellvertretende Ministerin für Unternehmen, Tourismus und Verbraucherschutz, zurück, als diese Entführungswelle den Kryptowährungssektor traf. Ein Projekt, das vom Justizminister und seinen Kollegen Éric Lombard, Minister für Wirtschaft, Finanzen und industrielle und digitale Souveränität, und Véronique Lowagie, stellvertretende Ministerin für Handel, Handwerk, KMU und Sozial- und Solidarwirtschaft, vorangetrieben wurde.
Konkret können Unternehmensleiter nun die „unbegrenzte Verschleierung der persönlichen Adressen von natürlichen Personen, die als Führungskräfte und Gesellschafter von im Handels- und Gesellschaftsregister eingetragenen juristischen Personen unbegrenzt haften” beantragen. Eine gute Nachricht, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Für diesen Vorgang wird es eine zentrale Anlaufstelle geben, um ein Verfahren zu vereinfachen, das manchmal die Löschung der betreffenden Daten auf zahlreichen Websites erfordern kann. Ziel ist es, den uneingeschränkten Zugriff auf diese sensiblen Informationen mit einem einfachen Klick zu unterbinden.
In diesem Zusammenhang hat die französische Justiz kürzlich eine Razzia durchgeführt und eine Bande zerschlagen, die seit 2023 in diesem Bereich besonders aktiv war und deren mutmaßlicher Drahtzieher von Marokko aus operierte. Eine gute Nachricht, die jedoch weitere vorbeugende Maßnahmen nicht ausschließt, um Kriminellen die Arbeit nicht zu erleichtern.