Geht man von der Arbeitshypothese aus, dass der Aufwärtstrend des Bitcoins am Montag, dem 6. Oktober, mit einem Höchststand von rund 126.000 Dollar endete, so liegt die Schlussfolgerung nahe, dass dieses Datum den Beginn eines neuen Bärenmarktes markiert – des berühmten „zyklischen Bärenmarktes“.
Ein zyklischer „Bärenmarkt“ von 12 Monaten
Wie bei jedem Zyklus fügt sich dieser Rückgang in die strukturelle Logik des Vierjahreszyklus ein, der sich um das Halving dreht: eine Halbierung der Mining-Belohnung alle vier Jahre. Der zyklische Bärenmarkt von BTC beginnt historisch gesehen, wenn der Markt zeitlich gesehen die 500/550-Tage-Marke nach dem Halving überschreitet.
Die Tatsache, dass Bitcoin Anfang Oktober (534 Tage nach dem letzten Halving) einen Zyklushöhepunkt verzeichnete, bestätigt einmal mehr die fast metronomische Präzision dieses Vierjahresmodells. Die historischen Daten reichen mittlerweile aus, um die Regelmäßigkeiten nicht nur der Haussephase, sondern auch des darauf folgenden Bärenmarktes zu beobachten.
Hier sind die am häufigsten auftretenden technischen Merkmale eines zyklischen Bärenmarktes:
- Durchschnittliche Dauer
- Bitcoin-Bärenmärkte dauern in der Regel etwa ein Jahr. Diese Faustregel hat sich insbesondere in den beiden vorangegangenen Zyklen bewahrheitet.
- Verlauf der Bewegung:
- Das klassische Szenario gliedert sich in drei Phasen:
- einen ersten stark negativen Impuls, in den wir seit dem 6. Oktober eingetreten sind
- eine zwischenzeitliche technische Erholung, oft als „Dead Cat Bounce“ bezeichnet
- eine letzte Abwärtsbewegung, die zum eigentlichen Tiefpunkt des Bärenmarktes führt
- Das klassische Szenario gliedert sich in drei Phasen:
- Ausmaß der Korrektur.
- Auch wenn die Intensität der Kursverluste im Laufe der Jahre tendenziell abnimmt, ist der Drawdown historisch gesehen nach wie vor erheblich. Man muss ihn als bedeutende Korrektur betrachten, nicht als bloße Verschnaufpause des Marktes, und er könnte in diesem neuen Bärenmarkt bis zu 50 % erreichen.
Ein Drawdown, der geringer ausfallen dürfte als bei früheren Bärenmärkten
Geht man davon aus, dass die neue Bärenphase tatsächlich am 6. Oktober begonnen hat, würde sich ihr theoretischer Zeithorizont somit bis September oder Oktober 2026 erstrecken. Der Markt dürfte dann den drei oben beschriebenen technischen Phasen folgen, mit einem möglichen endgültigen Rückgang zwischen 40 % und 60 % gegenüber dem Höchststand von 126.000 Dollar.
All dies beruht natürlich auf der Gültigkeit des Vierjahreszyklus. Sollte es sich letztendlich nur um einen statistischen Zufall handeln (die Anzahl der Vorkommnisse ist sehr begrenzt) oder um ein mittlerweile überholtes Phänomen (in diesem Fall wäre der aktuelle Rückgang eine massive Kaufgelegenheit), würde dieser Analyserahmen sofort seine Relevanz verlieren. Solange die Daten jedoch weiterhin zusammenpassen, bleibt dieses Modell eine ernstzunehmende Arbeitshypothese, um den Kursrückgang des Bitcoins seit dem 6. Oktober zu erklären.