Während Donald Trump offenbar ernsthaft beabsichtigt, Grönland zu annektieren, geraten die Finanzmärkte in Aufruhr. Bitcoin (BTC) fällt erneut unter 90.000 Dollar, die Börsen schwanken und Gold überschreitet erstmals die 4.800-Dollar-Marke. Schauen wir uns das genauer an.
Bitcoin (BTC) fällt erneut unter 90.000 Dollar und zieht den Kryptomarkt mit
Das ist keine Überraschung: Bitcoin (BTC) und der restliche Kryptomarkt befinden sich seit mehreren Monaten in einer Phase der Unsicherheit. Seit November versucht der BTC vergeblich, die berühmte 100.000-Dollar-Marke wieder zu erreichen, doch nach einem Anstieg auf fast 98.000 Dollar in der vergangenen Woche ist der Kurs heute Nacht schließlich wieder unter 90.000 Dollar gefallen.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird ein Bitcoin bei 89.500 Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 1,58 % in den letzten 24 Stunden entspricht.
Mit Liquidationen im Wert von über einer Milliarde Dollar an den Derivatemärkten am Montag war dies ein schwarzer Tag für den Kryptomarkt – der schlimmste seit dem 21. November letzten Jahres:

Tägliche Liquidationsbeträge bei Krypto-Derivaten in den letzten 90 Tagen
Unter den Top-20-Kryptowährungen sind einige Kursverluste ausgeprägter als andere, wie beispielsweise bei ETH und BNB, die 4,6 % bzw. 4,2 % einbüßen, bei HYPE, das 7,7 % verliert, und – noch schlimmer – bei XMR, das um fast 16 % einbricht.
Während bei den Bitcoin- und Ethereum-ETFs Abflüsse in Höhe von 483,38 bzw. 229,95 Millionen Dollar verzeichnet wurden, scheinen die Aktienmärkte insgesamt von Angst erfasst worden zu sein.
Eine Angst, die von den Aktienmärkten geteilt wird
So schlossen der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq am Montag jeweils mit einem Minus von 1,76 %, 2,06 % und 2,39 %. Auch wenn sich die Stimmung der Anleger erst bei der Eröffnung der europäischen Märkte heute Vormittag zeigen wird, schloss der CAC 40 den Montag mit einem Minus von 0,61 %, während der DAX 1,03 % einbüßte.
Die asiatischen Märkte hingegen waren weniger stark betroffen: Der Nikkei 225 gab um 0,47 % nach, während die Börse in Shanghai leicht um 0,08 % zulegte.
Im Gegensatz dazu bricht Gold einen Rekord nach dem anderen und verzeichnet seit Jahresbeginn einen Anstieg von über 12 %, nachdem es in den letzten Stunden die Marke von 4.800 Dollar pro Unze überschritten hat:

Tägliche Goldkurse
Erneut geht diese Angststimmung von den Vereinigten Staaten aus, während Donald Trump versucht, den amerikanischen Imperialismus auf eine neue Ebene zu heben. Was zu Beginn seiner Amtszeit nur wie ein einfacher Scherz wirkte – die mögliche Annexion Grönlands –, ist in den letzten Tagen zu einem weitaus ernsteren Thema geworden und hat die europäischen Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt.
Der US-Präsident, der heute Nachmittag beim Weltwirtschaftsforum in Davos erwartet wird, könnte dort mehr über seine Absichten verraten, während er sich bislang damit begnügt hat, mit seiner Lieblingsdrohung zu drohen: Zöllen.
So hat Donald Trump beispielsweise damit gedroht, französische Weine mit bis zu 200 % zu besteuern oder ab dem 1. Februar einen Aufschlag von 10 % auf alle Waren aus mehreren europäischen Ländern, darunter Frankreich, Dänemark und Deutschland, zu erheben, der ab Juni auf 25 % steigen soll. Während sich die Europäische Union (EU) und die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr auf Zölle in Höhe von rund 15 % geeinigt hatten, droht die EU nun damit, dieses Abkommen auszusetzen.