Die Ethereum-Blockchain verzeichnet seit ihrem letzten Fusaka-Upgrade einen deutlichen Aktivitätsanstieg und hat sogar einen neuen Rekord bei den täglichen Transaktionen aufgestellt, während die Gebühren auf einem Tiefstand sind. Gleichzeitig ist die Wartezeit für Validatoren endlich unter die 24-Stunden-Marke gesunken.
Neuer Aktivitätsrekord bei Ethereum
Offensichtlich gibt es ein Vorher und ein Nachher seit dem letzten großen Update von Ethereum im vergangenen Dezember mit dem Codenamen „Fusaka“. Und das aus gutem Grund: Dieser Hard Fork umfasste wesentliche Änderungen, wie beispielsweise eine Erhöhung des Gas-Limits der Blöcke und eine optimierte Verwaltung der „Blobs“ mithilfe spezieller BPOs.
Seit der offiziellen Einführung nimmt die Aktivität der Blockchain stetig zu und erreichte Anfang dieser Woche laut Daten der Website Etherscan mit 2,88 Millionen verarbeiteten Transaktionen an einem einzigen Tag einen neuen historischen Höchststand – ein Anstieg von über 70 % gegenüber den Rekorden, die während des Bullenmarkts 2021 verzeichnet wurden.
Einer der offensichtlichen Gründe für diesen deutlichen Anstieg der Aktivität auf der Ethereum-Blockchain liegt zweifellos in den relativ niedrigen Gasgebühren, wobei Transaktionen im Durchschnitt 0,04 Gwei kosten, also weniger als 0,01 Dollar. Daher verursacht ein klassischer Swap derzeit Kosten von nur 5 Cent.
Diese Reibungslosigkeit zeigt sich nun – endlich – auch bei der Verwaltung der Validatoren, nachdem es wochenlang absurde Warteschlangen gab, die noch vor einer Woche Wartezeiten von über einem Monat aufwiesen. Tatsächlich ist diese Wartezeit nun endlich wieder unter die 24-Stunden-Marke gesunken, auch wenn die Wartezeit für den Einstieg weiterhin bei über 47 Tagen liegt.
Ein „Ultra Sound Money“, das sich noch bewähren muss
Trotz dieser sehr guten Ergebnisse gelingt es Ethereum immer noch nicht, einen entscheidenden Kampf zu gewinnen, der seit der Umstellung auf Proof of Stake (PoS) – „The Merge“ – im September 2022 begonnen hat: ein deflationäres „Ultra Sound Money“ nach dem Vorbild von Bitcoin zu werden.
Tatsächlich verzeichnet die verfügbare Menge (Supply) an ETH seit diesem Zeitpunkt einen stetigen Anstieg, auch wenn man wohl sagen kann, dass dieser unter Kontrolle bleibt. Nach Angaben der Website Ultra Sound Money bedeutet dieser Anstieg insgesamt 866.696 zusätzliche ETH (derzeit 2,6 Milliarden Dollar), trotz eines Burns von mehr als 2 Millionen Einheiten in diesem Zeitraum.

Die verfügbare ETH-Menge steigt im Laufe der Zeit weiter an
Es scheint also, dass die Nutzung der Ethereum-Blockchain noch nicht ausreicht, um genügend Gebühren zu generieren, damit die Gesamtzahl der verbrannten ETH ausreicht, um ETH deflationär zu machen.
Vielleicht kann der aktuelle Anstieg der Aktivität dazu beitragen, den Trend umzukehren?