Da nur noch weniger als 5 % der BTC zu schürfen sind, bestätigt Bitcoin seine programmierte Knappheit. Im Gegensatz zu anderen Blockchains mit sich ändernden monetären Regeln bleibt Bitcoin seinem ursprünglichen Protokoll treu. Diese Stabilität stärkt seine einzigartige Position: ein nicht manipulierbarer digitaler Vermögenswert, der darauf ausgelegt ist, Inflation und Zensur entgegenzuwirken.
95 % der BTC wurden bereits geschürft – wie erwartet wird es knapper
Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass Bitcoin unter den digitalen und sogar physischen Vermögenswerten einzigartig ist: Seine Geldpolitik ist unveränderlich, transparent und sein Handel ist selbstverständlich zensurresistent.
Während viele Blockchains ihre wirtschaftlichen Regeln regelmäßig anpassen (Änderung der Emission, Funktionsweise und Nutzung des Tokens), basiert Bitcoin auf einem fast schon festgeschriebenen, geprüften Code. Kein Akteur kann allein eine Änderung durchsetzen, ohne die ausdrückliche Zustimmung des gesamten Netzwerks.
Genau diese Robustheit ermöglicht es Bitcoin, seit seiner Gründung ein maximales Angebot von 21 Millionen Einheiten zu garantieren. Eine Gewissheit, die nur wenige andere Kryptowährungen bieten können.
Heute ist die Grenze von 95 % der maximalen Bitcoin-Menge erreicht, was fast 19,96 Millionen BTC entspricht. Es verbleiben nun nur noch etwa 1,04 Millionen BTC zu schürfen – eine im Laufe der Zeit zunehmende Knappheit, bis zur letzten geplanten Ausgabe zwischen 2130 und 2140.

Bitcoin-Ausgabe im Zeitverlauf
Die vom Markt wahrgenommene Knappheit ist jedoch in Wirklichkeit noch größer: Schätzungen zufolge sind 3 bis 4 Millionen BTC aufgrund verlorener oder zerstörter privater Schlüssel endgültig verloren.
Hinzu kommen die berühmten BTC von Satoshi Nakamoto, dem mysteriösen Schöpfer von Bitcoin: etwa 1,125 Millionen BTC, die in den ersten Monaten des Netzwerks geschürft und seitdem nie bewegt wurden.
Die Mehrheit der Community betrachtet diese BTC als für immer aus dem Umlauf genommen. Unter Berücksichtigung dieser Verluste könnte das tatsächlich verfügbare Angebot somit auf etwa 16 Millionen BTC oder sogar weniger sinken.
Was wäre, wenn jemand Satoshis BTC stehlen würde?
Obwohl die 1,125 Millionen BTC, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden, als endgültig verloren gelten, sind einige Bitcoin-Nutzer der Ansicht, dass eine winzige Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie eines Tages wiedergefunden werden.
Zwei Szenarien werden regelmäßig diskutiert:
Das erste basiert auf einem Entropiemangel bei der Generierung der privaten Schlüssel in den Anfängen von Bitcoin. Sollte der von Satoshi verwendete Algorithmus zur Generierung privater Schlüssel nicht zufällig genug gewesen sein, könnten gut ausgestattete Angreifer theoretisch einige dieser Schlüssel per Brute-Force-Angriff wiederherstellen.
Das zweite Szenario stützt sich auf die Quantenkryptografie. Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte klassische kryptografische Algorithmen wie ECDSA knacken, die von Bitcoin zur Sicherung privater Schlüssel verwendet werden. Diese Art von Bedrohung ist noch sehr theoretisch, wirft jedoch eine existenzielle Frage für alle Systeme auf, die auf der aktuellen Kryptografie basieren – Bitcoin wäre nicht das erste Opfer solcher Computer.