Die Entwicklung der KI erfolgt häufig auf Kosten von Daten, die von zentralisierten Betreibern in großem Umfang erfasst werden. Eine Situation, für die der Gründer von Telegram, Pavel Durov, eine dezentrale Lösung namens Cocoon anbieten möchte, die auf der TON-Blockchain basiert.
Pavel Durov stellt das Projekt Cocoon vor
Seit vielen Jahren beteiligt sich der Messenger-Dienst Telegram aktiv an der Entwicklung des Kryptowährungssektors, insbesondere aufgrund seiner Grundprinzipien der Vertraulichkeit und Dezentralisierung, auch wenn seine erste Erfahrung mit dem GRAM-Token im Jahr 2020 zu einem herben regulatorischen Misserfolg führte.
Nach diesem Misserfolg hat die TON-Blockchain (The Open Network) völlig unabhängig an Fahrt gewonnen, bleibt dabei jedoch eng mit den Ambitionen des Telegram-Gründers Pavel Durov verbunden, der fest entschlossen ist, sich nicht auf diese Weise mundtot machen zu lassen. Dies bot die Gelegenheit, ein ganzes Ökosystem dezentraler Mini-Anwendungen (dApps) im Zusammenhang mit diesem Messaging-Dienst zu entwickeln, das im vergangenen Jahr mehr als 1 Milliarde Dollar erwirtschaftete.
Vor diesem Hintergrund hat Pavel Durov gerade im Rahmen der Veranstaltung Blockchain Life 2025, die in den letzten Tagen in Dubai stattfand, eine wichtige neue Ankündigung gemacht. Auf dem Programm: die Entwicklung eines dezentralen KI-Netzwerks namens Cocoon für Confidential Compute Open.
Warum ist es wichtig, die Dinge auf diese Weise zu tun, anstatt zentralisiert, was manchmal praktischer ist? Es ist wichtig, weil die Welt eine seltsame Richtung eingeschlagen hat. Seit zwanzig Jahren verlieren wir nach und nach unsere digitalen Freiheiten.
Pavel Durov
Ein Netzwerk, das von Grafikprozessoren (GPUs) unterstützt wird
Aus technischer Sicht wird die Bereitstellung dieses dezentralen KI-Netzwerks natürlich auf der TON-Blockchain erfolgen, mit aktiver Unterstützung durch den Messenger Telegram.
Telegram wird der erste große Kunde sein, der Cocoon für vertrauliche KI-Anfragen nutzt – und massiv in die Förderung des Netzwerks über sein globales Ökosystem investieren
Cocoon
Interessanterweise wird es möglich sein, die Rechenleistung von Grafikprozessoren (GPUs) zur Verfügung zu stellen und dafür Belohnungen in Toncoin (TON) zu erhalten.
Denn das Ziel dieses Cocoon-Projekts besteht hauptsächlich darin, einen dezentralen KI-Dienst anzubieten, der auf „privater und vertraulicher Berechnung“ basiert. Im vorliegenden Fall stützt sich dieses Vorhaben somit auf eine DePin-Infrastruktur, die bereits vom Vorzeigeprojekt der Branche, Bittensor (TAO), in großem Umfang genutzt wird.
Die eigentliche Herausforderung dieses dezentralen KI-Netzwerks wird in seiner Fähigkeit liegen, ausreichend Rechenleistung zu generieren, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten und gleichzeitig wettbewerbsfähige Nutzungskosten aufrechtzuerhalten. Der öffentliche Start ist für kommenden November angekündigt.