Stablecoins könnten zum finanziellen Rückgrat von KI-Agenten werden, indem sie ein bargeldbasiertes Zahlungssystem bieten, das für autonome Assistenten geeignet ist. Ihre schnelle Verbreitung und ihre zunehmende Nützlichkeit rücken Circle und Coinbase in den Mittelpunkt dieser neuen digitalen Wirtschaft. Sind Stablecoins dabei, traditionelle Zahlungsriesen wie Visa und Mastercard zu verdrängen?
Stablecoins: Finanzielle Struktur für KI-Agenten?
Jeremy Allaire, CEO von Circle, zeigte sich sehr optimistisch hinsichtlich der Integration von Stablecoins in künstliche Intelligenz (KI)-Prozesse.
Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Stablecoins auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) teilte Jeremy Allaire seine Vision von der Entwicklung der Stablecoins in den nächsten drei bis fünf Jahren.
🔴 „In drei bis fünf Jahren werden Milliarden von KI-Agenten Kryptowährungen und Stablecoins nutzen, um Werte in Echtzeit zu übertragen.“ Jeremy Allaire, CEO von Circle. pic.twitter.com/eLgBjIaj30
— Cryptoast (@CryptoastMedia) 23. Januar 2026
Er betont, dass KI-Agenten ein echtes Wirtschaftssystem und geeignete Zahlungsmechanismen benötigen. Seiner Meinung nach sind Stablecoins derzeit die einzige Lösung, die diese Anforderung effektiv erfüllen kann.
Diese Ansicht teilt auch Changpeng Zhao, Mitbegründer von Binance. Generell ist er der Meinung, dass die native Währung der KI die Kryptowährung sein wird.
Seiner Meinung nach ist die Blockchain die native technologische Schnittstelle für KI-Agenten. Mit Agenten meint er beispielsweise Assistenten, die in der Lage sind, einen Tisch in einem Restaurant zu reservieren.
Ein Versprechen, das Sinn macht, denn im Mai 2025 stellte Coinbase sein Open-Source-Protokoll namens „x402” vor. Inspiriert vom lange Zeit ungenutzten HTTP-Statuscode 402 zielt dieser Standard darauf ab, die Art und Weise, wie Zahlungen im Internet abgewickelt werden, grundlegend zu überdenken.
In dieser Infrastruktur setzt sich die von Coinbase entwickelte Coinbase Developer Platform (CDP) als Referenz durch. Der USDC scheint somit gut positioniert zu sein, um zur zugrunde liegenden Zahlungsinfrastruktur zu werden.
Dieser Ansatz rückt Circle und Coinbase in den Mittelpunkt eines Zahlungssystems, das von Tausenden von KI-Agenten und automatisierten Diensten übernommen werden könnte, sobald sich die Wirtschaft der autonomen Agenten strukturiert und weiterentwickelt.
In einem zweiten Interview mit CNBC am Rande des WEF erklärte der CEO von Circle, dass die Menge des im Umlauf befindlichen USDC in zwei aufeinanderfolgenden Jahren um 80 % gestiegen sei. Er hob auch einen deutlichen Anstieg der Nützlichkeit von Stablecoins hervor, deren Anwendungsfälle sich vermehren.
Seinen Worten zufolge „sind die Netzwerkeffekte umso stärker und der Verkehr umso größer, je mehr die Nutzung zunimmt”. Auf die Frage des Journalisten „Was ist Ihre Reaktion, wenn Sie aufwachen und sehen, dass Visa beginnt, sich für Stablecoins und deren Integration in Zahlungssysteme zu interessieren?”, antwortet er daher:
Das ist fantastisch. Visa und Mastercard sind beide wichtige Partner.
Er ist der Meinung, dass Stablecoins auf einer neutralen Infrastruktur basieren müssen, über die Circle verfügt. Er möchte auf keinen Fall mit Banken, Zahlungsdienstleistern oder Börsen konkurrieren.
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Deshalb steht er der Entwicklung anderer Stablecoins nicht ablehnend gegenüber und erklärt, dass es sich dabei um „Plattformen handelt, auf denen man aufbaut und die man integriert, Infrastrukturen, mit denen sich die Nutzer verbinden“.
Stablecoins haben sich somit auf solider Basis als Zahlungsmittel für KI-Agenten etabliert.
Heute liefern sich die traditionelle Finanzwelt und die großen Akteure im Bereich Stablecoins, wie die Debatten um den Clarity Act zeigen, einen entscheidenden Kampf um die Frage der mit Stablecoins verbundenen Renditen.