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Eine Statue von Satoshi Nakamoto steht nun gegenüber dem Wall-Street-Bullen

by Thomas

Satoshi Nakamoto nimmt seinen Platz gegenüber dem Wall-Street-Bullen ein. Eine anonyme Silhouette aus poliertem Metall sitzt dort, wo seit Jahrzehnten die klassische Finanzwelt dominiert. Bitcoin, einst eine Randerscheinung, hat sich heute in das Herz des Systems eingeschlichen, das es eigentlich umgehen sollte.

Satoshi Nakamoto sitzt gegenüber dem Wall-Street-Bullen

Ein neues symbolisches Denkmal für Bitcoin wurde an der Wall Street, in der New York Stock Exchange (NYSE), aufgestellt: eine Statue von Satoshi Nakamoto, dem mysteriösen Schöpfer der Blockchain.

Ihm gegenüber thront seit 1989 der bronzerne Stier, zeitloses Symbol für die traditionelle Finanzwelt und den Optimismus der Aktienmärkte. Eine bedeutungsschwere Konfrontation: die alte Finanzwelt gegenüber der größten Währungsrevolution seit dem Goldrausch.

Das Werk der italienischen Künstlerin Valentina Picozzi, alias Satoshi Gallery, stellt die Silhouette einer vermummten Person mit einem Computer auf dem Schoß dar, die Verkörperung von Satoshi.

Die aus dünnen Scheiben polierten Metalls gefertigte Statue lässt durch ihre Struktur die Leere erkennen. Von vorne betrachtet ist nur die Silhouette zu sehen, wie eine Filigranzeichnung, eine Metapher für die Codezeilen, aus denen das Bitcoin-Protokoll besteht.

Twenty One Capital installiert eine Statue von Satoshi Nakamoto, dem Erfinder von Bitcoin, in der NYSE. Dieser neue Ort symbolisiert eine gemeinsame Basis zwischen aufstrebenden Systemen und etablierten Institutionen. Vom Code bis zur Kultur verkörpert diese Installation eine künstlerische Reflexion darüber, wie neue Ideen in die gemeinsame Geschichte integriert werden.

Es handelt sich um die fünfte Statue eines weltweiten Projekts, das insgesamt 21 Statuen umfassen soll, eine Anspielung auf die Obergrenze von 21 Millionen BTC. Derzeit gibt es eine Statue in Lugano in der Schweiz, eine in El Zonte (Bitcoin Beach) in El Salvador, eine in Tokio in Japan und eine in Hanoi in Vietnam.

Darüber hinaus fällt die Aufstellung der Statue mit dem Jahrestag der Einführung der Bitcoin-Mailingliste zusammen, die Nakamoto am 10. Dezember 2008 ins Leben gerufen hat.

Seitdem hat sich Bitcoin von einem Randphänomen zu einem strategischen Vermögenswert entwickelt.
Heute werden mehr als 3,7 Millionen BTC, d. h. über 336 Milliarden Dollar, von Institutionen, Unternehmen und Staaten gehalten.
Jack Mallers und Tether lancieren ihre Bitcoin-Kasse, die erste, die an der New Yorker Börse notiert ist.

Die Statue von Satoshi Nakamoto an der Wall Street wäre ohne das Engagement von Twenty One Capital (XXI) nicht entstanden, einer kürzlich gegründeten Treasury-Gesellschaft, die von Jack Mallers, dem Gründer der Handelsplattform Strike, und Tether, dem Emittenten des Stablecoins USDT, unterstützt wird.

Diese neue Bitcoin-Treasury, die somit in Konkurrenz zu Michael Saylors Strategy tritt, hat zum Ziel, den Zugang zu Bitcoin über traditionellere Finanzkanäle zu erleichtern.

Hinter dieser symbolischen Operation verbirgt sich jedoch ein grundlegender Widerspruch. Twenty One Capital hält mehr als 43.500 BTC und ist damit der drittgrößte private Bitcoin-Besitzer der Welt, direkt hinter dem Miner Marathon Digital (53.700 BTC) und Strategy (660.000 BTC).

Eine beeindruckende Leistung… die jedoch Fragen aufwirft. Denn diese Treasury-Unternehmen erscheinen zwar als Verbündete von Bitcoin, verzerren jedoch in Wirklichkeit die Philosophie von Bitcoin, indem sie dessen Verwahrung durch vertrauenswürdige Dritte fördern. Bitcoin wurde entwickelt, um Menschen souverän zu machen, nicht um sie erneut von Zwischenhändlern abhängig zu machen.

Die Übertragung der Verwahrung seiner BTC an ein Unternehmen führt somit zu einer Wiederholung der Schwachstellen des traditionellen Bankensystems: Gefahr der Zensur, Einfrieren von Geldern und Beschlagnahmungen aufgrund regulatorischen Drucks. Dieses Paradoxon wirft eine wesentliche Frage auf: Kann man die Bitcoin-Revolution wirklich feiern… und gleichzeitig ihre Nutzung zentralisieren?

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