Mehr als 40 Tage lang waren die US-Behörden durch den längsten „Shutdown” in der Geschichte der Vereinigten Staaten lahmgelegt. Diese Situation hat sich nun geändert, was zu einem Boom an den weltweiten Börsen geführt hat.
Ende des „Shutdown” in den Vereinigten Staaten
Seit dem 1. Oktober erleben die Vereinigten Staaten einen historisch langen „Shutdown”, ausgelöst durch die Unmöglichkeit, eine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten über den Finanzgesetzentwurf zu erzielen. Diese Situation fand am Mittwoch, dem 12. November, ein ebenso unerwartetes wie günstiges Ende.
Präsident Donald Trump hat nämlich gerade einen Finanzierungsentwurf unterzeichnet, der ursprünglich vom Repräsentantenhaus gebilligt worden war und an dem alle Mitglieder seiner Partei, aber auch eine Handvoll Demokraten beteiligt waren, die offenbar bestrebt waren, diese Blockade der US-Behörden zu beenden.
Es scheint jedoch wichtig zu sein, darauf hinzuweisen, dass diese Aufhebung der Blockade nur vorübergehend ist, da der vom US-Präsidenten unterzeichnete Text eine Frist bis zum 30. Januar 2026 vorsieht. Das bedeutet, dass die Verhandlungen über bestimmte sensible Themen – wie die Beibehaltung der Subventionen für das Obamacare-Programm – in den kommenden Wochen sehr aktiv bleiben werden.
Viele Analysten sind sich einig, dass die Wiederaufnahme der Arbeit der US-Behörden positive Auswirkungen haben wird, vor allem weil sie zu einem erneuten Interesse am Markt für risikoreiche Anlagen führen könnte. Ist das eine gute Nachricht für Kryptowährungen?
Europäische Börsen verzeichnen neue Rekorde
Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Unterzeichnung durch Donald Trump verzeichneten die weltweiten Börsen eine deutliche Belebung, wie beispielsweise der CAC 40, der den Handelstag am 12. November mit einem Plus beendete, nachdem er mit 8.280,97 Punkten einen neuen historischen Höchststand erreicht hatte. Ein Rekord, der zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels mit über 8.300 Punkten bereits pulverisiert wurde.

Gleichzeitig verzeichnen auch die Börsen in London und Madrid historische Höchststände, während Mailand einen seit 2000 unerreicht hohen Rekordwert erreicht, was einige Analysten als „eine Verlagerung der Investitionsströme hin zu Aktien des Alten Kontinents auf Kosten amerikanischer Werte, allen voran Technologieaktien” bezeichnen.
Die Frage ist nun, wie groß das Aufwärtspotenzial dieser Ankündigung für den Bitcoin-Kurs und den Kryptowährungsmarkt im Allgemeinen sein könnte. Insbesondere wenn man die kürzlich von Donald Trump angekündigte Zahlung einer Zolldividende in Höhe von 2.000 Dollar an alle Amerikaner mit geringem Einkommen berücksichtigt.
Der BTC-Kurs reagierte bei früheren Shutdowns recht uneinheitlich, mit einem Rückgang von 6 % während des letzten längeren Shutdowns (35 Tage), der 2018 von Donald Trump während seiner letzten Amtszeit ausgelöst wurde. Derzeit verzeichnet Bitcoin einen Rückgang von 2 % in den letzten 24 Stunden.