Aufatmen. Die wirtschaftliche Waffenruhe zwischen China und den Vereinigten Staaten wurde verlängert, was am Dienstag zu einer Aufhellung an den Börsen führte. Handelt es sich um einen echten Trend oder nur um eine Verlängerung?
Aktienmärkte in Asien und Europa heute Morgen im Aufwind
Die asiatischen Märkte schlossen heute Nacht nach der Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA und China im Plus. Der japanische Leitindex Nikkei beendete den Tag mit einem Plus von 2,15 %, ebenfalls getragen von sehr starken Zuwächsen im Technologiesektor.
In China schloss die Börse in Shanghai mit einem Plus von 0,50 %, während die Börse in Hongkong um 0,25 % zulegte. Allerdings schloss der Kospi, der wichtigste Aktienindex Südkoreas, mit einem Minus von 0,53 %.
Auch Europa startete mit Gewinnen in den Tag. In Frankreich verzeichnete der CAC40 um 10 Uhr einen Anstieg von 0,53 %. Die Londoner Börse legte um 0,28 % zu. Die Zürcher Börse stagnierte mit einem Plus von 0,07 %. Der Gesamtindex STOXX Europe 600 lag zur gleichen Zeit bei 0,31 %, was eine allgemeine Aufhellung zeigt.
Weitere Frist für Einigung zwischen den USA und China
Der Waffenstillstand zwischen den USA und China sollte am Dienstag auslaufen, wurde jedoch um 90 Tage verlängert. Dies ist ein gutes Zeichen: Die Verhandlungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten, die sich in den letzten Monaten einen intensiven Handelskrieg geliefert haben, sind tatsächlich im Gange. Die Verschiebung des Waffenstillstands war erwartet worden, da sich der Ton zwischen Washington und Peking in den letzten Wochen gemildert hatte. Auf den US-Märkten wird die Reaktion sicherlich zurückhaltend bleiben. Die Anleger warten nämlich auf die Veröffentlichung der Inflationsdaten heute. Eine niedriger als erwartete Inflation könnte den globalen Aufwärtstrend verlängern, während eine Überraschung nach oben den Schwung bremsen könnte.
Auch wenn die Waffenruhe mit Erleichterung aufgenommen wird, sind die zwischen China und den Vereinigten Staaten aufgeworfenen Fragen noch nicht geklärt. Die Lieferketten, technologische Fragen und die Verteidigung der Fiat-Währungen beider Seiten geben Anlass zu besonders wichtigen Diskussionen zwischen den beiden Weltmächten.