Die französische Bank Société Générale wird die Liquidität der Bitcoin- und Ethereum-basierten ETPs von 21Shares in Deutschland und Osteuropa sicherstellen und damit institutionellen Anlegern einen besseren Zugang zu Kryptowährungen ermöglichen. Die Vereinbarung sieht eine Rolle als Market Maker und OTC-Liquiditätsanbieter für die Produkte ABTC, CBTC, AETH und CETH vor.
Die Société Générale, mit rund 1,7 Billionen Dollar im Jahr 2023 die 19. größte Bank der Welt gemessen an der Bilanzsumme, erweitert ihre Präsenz auf dem Kryptowährungsmarkt. Sie hat gerade eine Partnerschaft mit 21Shares, einem der führenden Emittenten von börsengehandelten Krypto-Produkten (ETPs), offiziell bekannt gegeben, um die Liquidität mehrerer ihrer Fonds in Europa sicherzustellen.
Zur Erinnerung: ETPs (Exchange-Traded Products) sind börsennotierte Finanzprodukte, die es ermöglichen, einfach in einen Vermögenswert wie Bitcoin oder Ether zu investieren, ohne diesen direkt zu halten. Sie bilden die Wertentwicklung dieses Vermögenswertes (in diesem Fall Kryptowährungen) nach und werden wie klassische Aktien am Markt gehandelt. Ein einfacher und regulierter Weg, um Zugang zu Kryptowährungen zu erhalten, der von institutionellen Anlegern geschätzt wird.
Die Rolle der Société Générale in dieser Partnerschaft wird darin bestehen, Liquidität und eine bessere Ausführung für die ETPs von 21Shares für professionelle Anleger bereitzustellen. Alistair Byas-Perry, Global Head of Capital Markets and Investments EMEA bei 21Shares, freut sich darüber:
Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der Société Générale, einem wichtigen Akteur im europäischen ETF-Markt, während wir den Zugang zu unseren ETPs weiter ausbauen. Durch die Bereitstellung von Liquidität für unsere Bitcoin- und Ethereum-ETPs unterstützt uns die Société Générale bei unserer Mission, die effizientesten und zuverlässigsten Krypto-Anlagelösungen anzubieten.
Auf Seiten der französischen Bank spricht Martina Schroettle, Leiterin des ETF-Handels in Großbritannien, von einem „bedeutenden Schritt” im Angebot „innovativer Liquiditätslösungen” für ETFs und ETPs für Kunden.
Die neue Strategie der Société Générale angesichts der MiCA
Diese Partnerschaft kommt nicht von ungefähr. Seit mehreren Monaten baut die Société Générale Schritt für Schritt ihre neue Krypto-Strategie auf. Das Ziel: Krypto-Assets in traditionelle Bankdienstleistungen in Europa zu integrieren. Bereits 2024 hatte die Bank Bitpanda die Hand gereicht, um über ihre Blockchain-Tochter Société Générale-FORGE ihre hauseigene Stablecoin EUR CoinVertible (EURCV) voranzutreiben.
Zur Erinnerung: Der zweite Teil der europäischen MiCA-Verordnung, die insbesondere Dienstleister im Bereich Krypto-Assets regelt, trat am 30. Dezember 2024 in Kraft, mit einer Übergangsklausel bis zum 1. Juli 2026 für bereits registrierte Akteure. Dieser klarere regulatorische Rahmen ermutigt Banken, institutionelle Krypto-Produkte anzubieten.