Home » Wird Bitcoin (BTC) gerade von der traditionellen Finanzwelt verschlungen?

Wird Bitcoin (BTC) gerade von der traditionellen Finanzwelt verschlungen?

by Thomas

Einst das Aushängeschild der Cypherpunks, ist Bitcoin (BTC) mittlerweile brav in den Schoß der traditionellen Finanzwelt aufgenommen worden. Bis hin zur vollständigen Vereinnahmung? Laut mehreren Analysten ist dies der aktuelle Trend.

Verschlingt die traditionelle Finanzwelt Bitcoin?

Die Einführung von Bitcoin-Spot-ETFs war eine kleine Revolution für die größte Kryptowährung: Sie ermöglichte es ihr, ein breiteres Publikum im Finanzsektor zu erreichen, was zu einem explosionsartigen Anstieg ihres Kurses beitrug. Aber hat dieser neue Trend vielleicht seinen Preis?

Laut einer Analyse von Bloomberg sollen BlackRock und andere große Akteure dabei sein, die Bitcoin-Whales an die Wall Street zu locken. Dies ist zum Teil auf eine regulatorische Änderung zurückzuführen.

Seit Juli letzten Jahres können Bitcoin-Inhaber ihre BTC nämlich direkt an die Fondsmanager übertragen und im Gegenzug Aktien erhalten. Bislang war dies nicht der Fall.

Dies hat mehrere Vorteile: Es fallen keine Steuern an, da kein Geldwechsel stattgefunden hat. Und es ermöglicht den „Whales“, ETFs für andere Transaktionen (Kredite, Sicherheiten…) zu nutzen. Mit anderen Worten: Die „Whales“ erschließen neue Anwendungsmöglichkeiten, anstatt ihre BTC einfach nur in Wallets zu halten.

3 Milliarden Dollar allein bei BlackRock umgewandelt

Laut Robbie Mitchnick, dem Leiter des Bereichs digitale Vermögenswerte bei BlackRock, wurden Umwandlungen im Wert von mehr als 3 Milliarden Dollar vorgenommen. Das bedeutet, dass 3 Milliarden Dollar in BTC nicht mehr in den Portfolios der „Whales“ vorhanden sind, sondern an die Wall Street geflossen sind.

Und das betrifft nicht nur BlackRock. Andere Akteure, darunter Galaxy, haben gegenüber Bloomberg bestätigt, dass dieser Trend tatsächlich besteht. Die historischen BTC-Whales scheinen sich also der traditionellen Finanzwelt zuzuwenden:

Einige Investoren vollziehen einen kompletten Wechsel hin zu „100 % TradFi“, da dies für sie der einfachste Weg ist, ihre Bitcoin langfristig zu halten.

Die vollständige Transformation von Bitcoin in 15 Jahren

Das ist natürlich ein Paradigmenwechsel. Ursprünglich schuf Satoshi Nakamoto Bitcoin, um dem traditionellen Finanzwesen und der staatlichen Kontrolle zu entkommen – unter anderem motiviert durch die Krise von 2008. Doch die Geschichte hat sich vollendet: Bitcoin ist nun über ETFs einer der gefragtesten Vermögenswerte an der Wall Street.

Dieser Trend könnte zu den Verkäufen beitragen, die wir bei BTC beobachten, dessen Kurs seit seinem Höchststand zu Beginn des Monats nachgibt. Laut Glassnode verkaufen Langzeit-Bitcoin-Inhaber tatsächlich weiterhin, wobei das Angebot seit dem 15. Oktober um 28.000 BTC zurückgegangen ist.

Langfristige Inhaber verkaufen weiterhin ihre BTC – zugunsten der ETFs?

Langfristige Inhaber verkaufen weiterhin ihre BTC – zugunsten der ETFs?

Die Folgen dieses Trends können vielfältig sein: Er bringt mehr Liquidität und Stabilität für Bitcoin, führt aber auch zu einer erhöhten Abhängigkeit von Geldpolitik und Regulierung. Zudem kann dies zu einer Machtkonzentration in den Händen weniger Vermögensverwalter führen.

Heute Morgen liegt der Bitcoin-Kurs bei 108.000 Dollar. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Rekordhoch vom 6. Oktober (-14 %). Wird es ihm also gelingen, bis zum Jahresende wieder anzusteigen, wie manche hoffen? Das wird zum Teil von den „Whales“ abhängen.

Related Posts

Leave a Comment