Am Dienstagabend stieg der Kurs von Bitcoin (BTC) nach einem erneuten Aufwärtstrend in dieser Phase der Unsicherheit vorübergehend wieder auf 96.000 Dollar. Welche Faktoren lassen sich für diese Entwicklung anführen?
Bitcoin (BTC) steigt wieder an und überschreitet die 96.000-Dollar-Marke
Letzte Woche gewann der Bitcoin-Kurs (BTC) etwas an Schwung und stieg kurzzeitig wieder auf 93.000 Dollar. Später, anlässlich eines Artikels über die erheblichen Zuflüsse in US-amerikanische ETFs, gingen wir auf eine Handelsspanne zwischen 80.600 Dollar und 95.000 Dollar ein.
Am Dienstagabend gelang es dem BTC somit, diese Spanne kurzzeitig zu durchbrechen und die Marke von 96.300 Dollar zu überschreiten, bevor es zu einer leichten Korrektur kam. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels liegt der Preis für einen Bitcoin somit bei 95.000 Dollar, was einem Anstieg von 3,5 % in den letzten 24 Stunden entspricht:

BTC-Kurs (Tagesdaten)
Auch diesmal sind die prozentualen Veränderungen zwar gering, doch die aktuellen Kursniveaus stellen dennoch ein Novum seit dem vergangenen November dar.
Auf dem restlichen Markt beobachten wir einige starke Kursentwicklungen, wie beispielsweise bei ETH, das mit einem Plus von 6,2 % die 3.300-Dollar-Marke erreicht, oder bei ADA, das um 7,5 % zulegt und die 0,42-Dollar-Marke überschreitet:

Top 10 der Krypto-Marktkapitalisierungen
Während einige bereits von einer hypothetischen Rückkehr des BTC auf 100.000 Dollar sprechen, lassen sich mehrere Faktoren für diese Entwicklung anführen. Abgesehen von dem Versuch, die zuvor beschriebene Handelsspanne zu durchbrechen – was übrigens noch bestätigt werden muss –, sei daran erinnert, dass der S&P 500 gleichzeitig neue Rekordstände erreicht, was einen gewissen Optimismus der Anleger widerspiegelt.
Während der CLARITY Act der nächste große regulatorische Schritt für Kryptowährungen in den USA sein dürfte, lobte Paul Atkins, der Vorsitzende der Securities and Exchange Commission (SEC), am Dienstag auf X die Vorteile dieses Rahmens:
Das Wichtigste, was wir derzeit für die Anleger tun können, ist, die Krypto-Märkte aus der regulatorischen Grauzone zu holen.
Abgesehen von Kryptowährungen könnte auch die Möglichkeit einer erneuten US-Intervention im Iran die Märkte stützen. Laut der Nichtregierungsorganisation „Iran Human Rights“ sollen seit Beginn der Protestbewegung am 28. Dezember mindestens 734 Demonstranten durch die Repressionen des islamischen Regimes getötet worden sein.
Vor diesem Hintergrund erklärte Donald Trump, es sei „keine schlechte Idee“, dass die Verbündeten der USA das Land verlassen, und er sei der Meinung, „dass sie gehen sollten “. Zuvor hatte er am selben Tag auf seiner Plattform „Truth Social“ das iranische Volk dazu aufgerufen, weiter zu demonstrieren:
Iranische Patrioten, protestiert weiter, erlangt die Kontrolle über eure Institutionen zurück! Merkt euch die Namen der Mörder und Henker. Sie werden teuer dafür bezahlen. Ich habe alle meine Treffen mit iranischen Verantwortlichen abgesagt, bis die sinnlosen Massaker an Demonstranten aufhören. Hilfe ist unterwegs.
Im Juni 2025 hatten die USA iranische Nuklearanlagen angegriffen, was zu einem Waffenstillstand mit Israel geführt hatte.
Bis weitere Informationen vorliegen: Bitcoin-ETFs verzeichneten am Dienstag Nettozuflüsse in Höhe von fast 754 Millionen Dollar, während sich die Liquidationen bei Krypto-Derivaten innerhalb von 24 Stunden auf 685,5 Millionen Dollar beliefen, wovon 86,5 % Short-Positionen betrafen.