Im Oktober erreichten die dezentralen Börsen (DEX) ein neues Allzeithoch (ATH) beim Handelsvolumen. Dies geschah vor dem Hintergrund einer hohen Volatilität auf dem Kryptomarkt. Ein Blick auf die Zahlen.
DEXs erreichen im Oktober ein ATH beim Handelsvolumen
Heute früh haben wir bereits auf die besonders bemerkenswerte Performance der Stablecoins vor dem Hintergrund der Unsicherheit auf dem Kryptomarkt eingegangen. Über diese Anlageklasse hinaus hat sich im Oktober ein weiterer Sektor besonders gut entwickelt, nämlich der der dezentralen Börsen (DEX).
Und das aus gutem Grund: Auch wenn sich die mit diesen DEX verbundenen Token nicht besonders hervorgetan haben, verzeichneten die Handelsvolumina im Oktober mit 614,27 Milliarden Dollar ein neues monatliches Allzeithoch (ATH):

Monatliche Handelsvolumina auf DEXs
Laut Daten von DefiLlama vom 31. Oktober belief sich das kumulierte Volumen der DEX auf 11.150 Milliarden Dollar. In diesem Zusammenhang ist es daher interessant festzustellen, dass der Oktober somit 5,5 % des historischen Volumens ausgemacht hat.
In der Rangliste nach Protokollen liegt Uniswap (UNI) an der Spitze, mit einem Volumenvorsprung von fast 70 Milliarden Dollar gegenüber PancakeSwap (CAKE), seinem größten Konkurrenten:

Rangliste der wichtigsten DEX nach Handelsvolumen
Was Uniswap betrifft, so verzeichnete die Plattform im Oktober ebenfalls ein Allzeithoch beim Handelsvolumen. Mit fast 170,9 Milliarden Dollar entspricht dies 27,82 % des gesamten Handelsvolumens aller DEX im Oktober.
So bedeutend diese Zahlen auch sein mögen, lassen sie sich dennoch kaum mit der Aktivität zentralisierter Plattformen vergleichen. Bei Binance beispielsweise belief sich das Spot-Handelsvolumen der letzten 24 Stunden laut Daten von CoinGecko auf 31,57 Milliarden Dollar. Das ist also bereits an einem einzigen Tag mehr, als Uniswap in den letzten 7 Tagen erreicht hat.
Während bestimmte Sektoren stark vom Optimismus auf dem Kryptomarkt abhängen, ist es jedoch interessant zu betonen, dass die Aktivität auf DEXs sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen stark ansteigen kann. Da der Oktober sowohl ein Allzeithoch (ATH) für BTC als auch einen erheblichen Einbruch des gesamten Marktes mit sich brachte, ist es daher logisch, dass diese Volatilität den DEX zugutegekommen ist.
Dennoch können diese in Phasen der Abwartehaltung leiden, wie es typischerweise bei Tiefpunkten inmitten eines Bärenmarktes der Fall ist.